Erreger im Krankenhaus – Frühchen stirbt

Ein Frühchen ist in einem Bremer Krankenhaus gestorben. Grund ist eine Infektion, die durch ein Bakterium verursacht wurde. (Symbolbild) Jennifer Brückner/dpa
Ein Frühchen ist in einem Bremer Krankenhaus gestorben. Grund ist eine Infektion, die durch ein Bakterium verursacht wurde. (Symbolbild) Jennifer Brückner/dpa

Bremen (dpa/lni) –

Ein sehr früh geborenes Baby ist in einem Bremer Krankenhaus nach einer von einem Bakterium ausgelösten Infektion gestorben. Wie eine Sprecherin der Klinikgesellschaft Gesundheit Nord mitteilte, handelt es sich um den Erreger Serratia marcescens. Das Bakterium kann demnach mit Antibiotika gut behandelt werden und stellt für größere und gesunde Kinder keine relevante Gefahr dar. Bei Frühgeborenen kann der Keim allerdings Infektionen auslösen. 

Bakterium bei drei kleinen Patienten nachgewiesen

Auf der Intensivstation für Frühgeborene im Eltern-Kind-Zentrum des Klinikums Bremen-Mitte wurde der Erreger in den vergangenen zwei Wochen an drei Patienten nachgewiesen, wie es in der Mitteilung heißt. Ein sehr kleines Baby, das bei der Geburt nur rund 500 Gramm wog, starb demnach am vergangenen Wochenende an einer durch dieses Bakterium verursachten Infektion. 

«Ein weiteres Frühgeborenes hat eine Infektion, ist aber unter antibiotischer Therapie stabil», teilte die Sprecherin mit. Ein drittes Kind sei mit dem Bakterium besiedelt und zeige keine Anzeichen einer Infektion. Der Erreger wurde bei routinemäßigen Screening-Untersuchungen entdeckt. 

Untersuchungen finden keine weiteren Erreger

Die Klinik habe verschiedene Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, hieß es. Die betroffenen Kinder seien von den anderen Patienten und Patientinnen isoliert worden, es gebe zusätzliche Umgebungsuntersuchungen und Hygienemaßnahmen sowie Schulungen für die Eltern. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt seien die Maßnahmen überprüft worden. Den Angaben zufolge wurden bei verschiedenen Untersuchungen keine weiteren Erreger gefunden.

«Die Gesundheit Nord nimmt die Situation sehr ernst», hieß es. «Den Eltern des gestorbenen Frühgeborenen gilt das Mitgefühl aller Beteiligten.» Die betroffene Intensivstation hat 12 Plätze für sehr kleine und kranke Frühgeborene.

© dpa-infocom, dpa:260415-930-949337/1

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