Hannover (dpa/lni) –
Der Unfall-Tod einer Giraffe erschüttert den Erlebnis-Zoo Hannover. Die zwölfjährige Giraffenkuh Jamila sei am Montag in der Innenanlage unglücklich gestürzt und trotz sofortigen Eingreifens des Zoo-Teams gestorben, teilte der Zoo mit. Die genaue Todesursache werde noch untersucht.
Rothschild-Giraffen können nach Angaben des Berliner Tierparks im natürlichen Lebensraum bis zu 25 Jahre alt werden, in menschlicher Obhut bis zu 35 Jahre.
Tierpfleger: «Wir werden sie sehr vermissen»
«Wir sind sehr, sehr traurig», zitierte der Zoo die Tierpfleger. Jamila sei eine «liebenswerte, ruhige und zurückhaltende Giraffenkuh» gewesen, «wir werden sie sehr vermissen».
Die tote Jamila liege derzeit in der Pathologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover, sagte eine Sprecherin. Es bestehe der Verdacht auf einen Genickbruch. Das Ergebnis der Untersuchung könne aber noch einige Tage auf sich warten lassen.
Zoo-Geschäftsführer: «Das müssen wir jetzt erst einmal verarbeiten»
Jamila war nach Angaben des Zoos im April 2013 in Hannover geboren worden. Sie lebte gemeinsam mit anderen afrikanischen Huftieren und einer weiteren Giraffe auf der Anlage. Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff sagte: «So ein Unfall schockiert das ganze Team, das müssen wir jetzt erst einmal verarbeiten.»
Nach dem Tod von Jamila gibt es im Zoo laut der Sprecherin nur noch eine Giraffe: Niobe. Sie solle in den kommenden Wochen an einen anderen Zoo abgegeben werden, damit sie dort in einer Herde leben könne, sagte die Sprecherin.
In der Wildbahn leben nur noch etwa 70.000 Tiere
Langfristig plane der Erlebnis-Zoo Hannover jedoch ein neues Giraffenhaus und wolle wieder Giraffen halten. Giraffen gelten laut der Internationalen Roten Liste als gefährdet. In der Wildbahn gibt es nach Angaben des Zoos nur noch etwa 70.000 Tiere. Der Bestand sinke.
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