Erster Hamburger Weißstorch ist zurück

Ein Hamburger Weißstorch sitzt in einem Nest. (Symbolbild) Bodo Marks/dpa
Ein Hamburger Weißstorch sitzt in einem Nest. (Symbolbild) Bodo Marks/dpa

Hamburg (dpa/lno) –

In einem Nest in den Vierlanden im Hamburger Bezirk Bergedorf ist ein Weißstorch gelandet. Dies sei der erste Weißstorch, der in die Hansestadt zurückgekehrt sei, berichtete Storchenexperte Jürgen Pelch.

Aufgrund der frühen Ankunftszeit sei es wahrscheinlich, dass der Storch ein sogenannter Westzieher sei und in Spanien oder Portugal überwintert habe. «Es wäre auch möglich, dass dieser Storch gar nicht erst losgeflogen ist und den Winter im Hamburger Umland verbracht hat.»

Das Winterwetter ist nach Angaben von Pelch aber kein Grund zur Sorge. Die Kälte selbst mache den Vögeln wenig aus, sie könnten Wärme gut speichern. Ihr dichtes Federkleid biete guten Kälteschutz. Entscheidender sei das Nahrungsangebot. Solange Störche Schnecken, Würmer, Mäuse und kleine Fische zum Fressen fänden, bestehe keine Gefahr, dass sie Probleme bekämen. Zudem kämen Störche auch ein paar Tage ohne Nahrung aus.

Das Nest im West-Krauler Bogen, auf dem der Storch an Vormittag landete, war im vergangenen Jahr nach Ende der Brutsaison zusammengebrochen, berichtete Pelch. Es sei im Herbst von der örtlichen Feuerwehr und ihm selbst renoviert worden.

Flug der Tiere wird mit GPS-Sender verfolgt 

Seit 2019 stattet der Nabu immer wieder Hamburger Störche mit einem Sender aus. «Davon leben leider nur noch sieben Tiere», sagte Pelch. Zu den sieben Vögeln, die getrackt werden, zählen auch zwei Störche mit den Namen Jan und Marco – beide haben sich den Angaben zufolge mittlerweile ebenfalls wieder auf den Weg gemacht Richtung Norden. Die letzten Störche werden Ende April in Norddeutschland erwartet. 

2025 zogen dem Naturschutzbund Nabu Hamburg zufolge auf dem Gebiet der Hansestadt 45 Storchenpaare 99 Küken groß. Die meisten Paare brüteten früheren Angaben zufolge erfolgreich in den Vier- und Marschlanden, vier weitere im Süderelberaum und jeweils ein Paar in Fischbek sowie Sülldorf. Hamburg gilt damit als eine der Storchenhauptstädte in Deutschland.

© dpa-infocom, dpa:260216-930-694627/1

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