Der diesjährige Safer Internet Day am 10. Februar steht unter dem Motto „KI and me. In künstlicher Beziehung“ im Fokus. Es geht um digitale Beziehungen zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz sowie aktuelle Formen der Cyberkriminalität. KI-Bots gehören längst zum Alltag vieler Menschen – besonders zum Alltag Jugendlicher. Laut Studien nutzen rund 90 Prozent der 16- bis 19-Jährigen solche Tools, die viele Vorteile haben – aber auch Risiken bergen. Die Systeme sind darauf programmiert, emotionale Nähe zu simulieren und abhängig zu machen.
KI hilft – sollte aber immer hinterfragt werden
Viele Jugendliche nutzen KI-Bots für alle Lebenslagen: Ob es nun um konkrete Ratschläge geht, die Wahl des Outfits, den Konflikt mit Freund:innen oder Probleme mit Schulstoff oder mit Lehrkräften, aber auch sehr intime und schambehaftete Themen werden mit einer KI besprochen. Dass Chatbots dabei fehlerhafte oder stark vereinfachte Antworten liefern können („Halluzinationen“) und individuelle Bedürfnisse nicht ausreichend berücksichtigen, sollte Jugendlichen und Eltern immer bewusst sein.
Medienerziehung braucht Dialog
Entscheidend für einen gesunden Umgang mit digitalen Medien bleibt der familiäre Austausch. Hier setzt das Projekt SUCHT.HAMBURG an: Der von der Techniker Krankenkasse geförderte „Mediencoach“ unterstützt Eltern dabei, Medienerziehung dialogorientiert, alltagsnah und gesundheitsfördernd zu gestalten. Ziel ist mehr Reflexion, gemeinsame Verantwortung – und nicht weniger Technik.
SAT.1 REGIONAL-Moderator Arne Bremer hat mit Cathrin Tettenborn von SUCHT.HAMBURG über Chancen und Risiken von KI-Bots im Familienalltag gesprochen.
Mehr Informationen:
- Das Projekt Mediencoach von SUCHT.HAMBURG
- Info-Materialien zur KI-Reflexion für Jugendliche
- Termine, Aktionen und Veranstaltungen rund um den SID 2026 in Deutschland
- Hintergrundinfos und pädagogische Perspektiven zum Thema KI für Eltern und Fachkräfte
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