Langenhagen (dpa/lni) –
Zum Ausbau der Kapazitäten für die Erstaufnahme asylsuchender Menschen soll eine Unterkunft in Langenhagen bei Hannover entstehen. «Die geplante Erstaufnahmeeinrichtung ist ausgelegt für die Unterbringung von bis zu 530 Personen», teilte die Landesaufnahmebehörde (LAB) Niedersachsen mit. Ziel sei es, die Aufnahmeverpflichtung des Landes abzusichern und die Kommunen zu entlasten.
Die Verhandlungen mit dem Eigentümer der Immobilie, der Thelen Gruppe, seien bereits abgeschlossen, teilte die Behörde weiter mit. Eine Bauvoranfrage ist demnach auch schon positiv durch die Stadt beschieden. In den kommenden Monaten sollen die Gebäude hergerichtet werden, so dass von einer Nutzung im zweiten Halbjahr 2027 ausgegangen werde.
Perspektive für zwölf Jahre und eine mögliche Verlängerung
«In der Unterkunft werden bewährte Standards einer Erstaufnahmeeinrichtung in Niedersachsen umgesetzt», sagte LAB-Präsident Klaus Dierker. Die Nutzung des Standorts sei zunächst für zwölf Jahre vorgesehen, mit der Option der Verlängerung. Neben Unterbringung und Versorgung soll es auch Angebote der sozialen Betreuung sowie Freizeitmöglichkeiten geben. Kinderbetreuung und ein Schulangebot sind auch vorgesehen.
Niedersachsen betreibt nach Angaben der Aufnahmebehörde in der Region Hannover derzeit noch eine Notunterkunft in Garbsen, die im Juni 2026 geschlossen wird. Landesweit seien aktuell über 4.442 reguläre Unterkunftsplätze sowie 4.360 Plätze in Not- und Behelfsunterkünften verfügbar. 3.548 Personen sind derzeit in den Einrichtungen untergebracht.
Aufenthaltsdauer hängt auch von Bleibeperspektive ab
Asylsuchende werden in Niedersachsen zunächst in Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht. Dort erfolgen die Registrierung sowie die Antragstellung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Die anschließende Dauer des Aufenthalts ist nach Angaben der Behörde individuell unterschiedlich und richtet sich unter anderem nach der jeweiligen Bleibeperspektive.
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