
Autofahrer:innen mussten 2025 in Norddeutschland deutlich mehr Geduld aufbringen. Obwohl es in einigen Regionen weniger einzelne Staus gab, nahm die verlorene Zeit im Stau spürbar zu. Das zeigen die aktuellen Staubilanzen des ADAC für Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Hauptursache waren erneut zahlreiche Baustellen, kombiniert mit hohem Pendler-, Liefer- und Reiseverkehr.
In Niedersachsen stieg die Wartezeit auf Autobahnen auf rund 37.570 Stunden, obwohl Anzahl und Gesamtlänge der Staus zurückgingen. Besonders belastet war die A7, die bundesweit zu den staureichsten Autobahnen zählt. Auch Bremen blieb ein Stauschwerpunkt: Mit 103 Staustunden pro Autobahnkilometer lag das Bundesland deutschlandweit auf Platz drei, besonders problematisch war der Abschnitt der A1 zwischen Bremen-Arsten und Bremen-Hemelingen.
Hamburg: Bundesweit die meisten Staustunden pro Kilometer
Noch stärker traf es Hamburg. Dort nahmen Staustunden und Staulängen deutlich zu. Mit 236 Staustunden pro Autobahnkilometer belegte die Hansestadt 2025 bundesweit den ersten Platz. Besonders stauanfällig war der Bereich um die Norderelbbrücke der A1, wo Verkehrseinschränkungen wegen des schlechten Brückenzustands galten. Die meisten Staus entstanden werktags während der morgendlichen Rushhour.
Schleswig-Holstein: A7 als Dauerproblem
In Schleswig-Holstein wuchs die Zahl der Staustunden sogar um rund 50 Prozent. Auch hier war die A7 die mit Abstand am stärksten belastete Strecke, vor allem zwischen Neumünster, Rendsburg und der dänischen Grenze. Mehrere der längsten und zeitintensivsten Einzelstaus des Jahres wurden dort registriert.
Baustellen und Verkehrsdichte als Hauptursachen
2025 brachte auf Norddeutschlands Autobahnen mehr Stillstand trotz teils sinkender Stauzahlen. Baustellen, marode Infrastruktur und dichter Verkehr sorgten dafür, dass Autofahrende insgesamt länger festsaßen – und eine schnelle Entspannung ist laut ADAC auch für 2026 nicht zu erwarten.
SAT.1 REGIONAL/dpa












