Hamburg (dpa) –
Im Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat das Landgericht den Chef einer israelischen Sicherheitsfirma für heute (9.30 Uhr) zum siebten Mal als Zeuge geladen. Der 68-Jährige soll der Kopf der Gruppe gewesen sein, die die beiden jüngsten Kinder von Christina Block in der Silvesternacht 2023/24 vom Wohnort des Kindsvaters in Dänemark nach Deutschland brachte.
Der 68-Jährige wird von der Staatsanwaltschaft der Tat beschuldigt, ist aber nicht Angeklagter in dem laufenden Prozess. Für seine Aussage gewährte ihm die Justiz sicheres Geleit.
Am vergangenen Dienstag hatte der Zeuge im Prozess erklärt, er wolle angeblich falschen Darstellungen zum Tatablauf entgegentreten. Dies sei der Grund, warum er sich zu einer Aussage in Deutschland entschlossen habe. Auch nach der Entführung der Kinder habe er noch geglaubt, nichts Unrechtes getan zu haben. Als er von den Ermittlungen erfuhr, habe er gedacht, das sei ein Missverständnis. Er gab zu, ein bei der Entführung genutztes Wohnmobil gefahren zu haben.
Sieben Angeklagte vor Gericht
Die Hauptangeklagten in dem Prozess sind die Unternehmerin Christina Block (52), Tochter des Gründers der Steakhauskette «Block House», sowie der Familienanwalt der Unternehmensgruppe und ein weiterer mutmaßlicher Entführer aus Israel. Vier weitere Personen, darunter Christina Blocks Lebensgefährte Gerhard Delling (66), stehen wegen Beihilfe vor Gericht. Bis auf den Israeli bestreiten alle Angeklagten, etwas Unrechtes getan zu haben.
© dpa-infocom, dpa:260206-930-649343/1








