Kiel (dpa/lno) –
Bei anhaltendem Schneefall und Glätte streiken in Schleswig-Holstein die Straßenmeistereien. Grund sind die laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder. Mehr als 200 Beschäftigte versammelten sich bei einer Kundgebung des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr in Husum (Kreis Nordfriesland), wie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi mitteilte. Zuvor hatte Verdi zum Warnstreik aufgerufen.
Allerdings habe der Landesbetrieb mit der Gewerkschaft Verdi eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen. «Sie können private Firmen engagieren», sagte der Sprecher. Er gehe davon aus, dass dies genutzt werde, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmerinnen und -nehmer zu gewährleisten.
Verdi rief zudem in weiteren Bereichen zum Streik auf – darunter die Landesbauverwaltung, der Küstenschutz, die Unikliniken in Kiel und Lübeck, die Landesverwaltung sowie das Multimar Wattforum in Tönning. Insgesamt beteiligten sich laut des Gewerkschaftssprechers rund 1.300 Beschäftigte an den Arbeitsniederlegungen.
Weiterer Streiktag geplant
Verdi und der Beamtenbund dbb fordern sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Insgesamt geht es um rund 2,2 Millionen Beschäftigte. Direkt verhandelt wird laut Verdi für mehr als 900.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder außer für Hessen, das eigenständig verhandelt. Das Tarifergebnis soll später auf die Landes-Beamtinnen und -Beamten und Versorgungsempfänger übertragen werden, so dass auch diese rund 1,3 Millionen Menschen betroffen sind.
Die Tarifpartner setzen ihre Verhandlungen am 11. Februar in Potsdam fort. Am 10. Februar, dem Vortag, ruft Verdi erneut zu einem landesweiten Warnstreik in Schleswig-Holstein auf. Die Abschlusskundgebung ist in der Landeshauptstadt Kiel geplant, erklärte der Sprecher.
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