Hannover/Bremen (dpa/lni) –
Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes droht kommende Woche eine Ausweitung der Warnstreiks. Am Dienstag ruft die Gewerkschaft in ganz Niedersachsen und Bremen alle Beschäftigten, die unter den Tarifvertrag der Länder fallen, zu einem zentralen Streiktag auf. Betroffen sind unter anderem die Unikliniken, Landestraßenbauverwaltungen und der Hafenbetreiber NPorts.
Autofahrer müssen sich erneut auf eingeschränkte Winterdienste auf Bundes- und Landesstraßen sowie auf gesperrte Tunnel und Brücken einstellen. Erstmals in der laufenden Tarifauseinandersetzung würde alle Bereiche landesweit am selben Tag bestreikt, sagte ein Verdi-Sprecher. Damit weite Verdi den bereits laufenden Ausstand noch einmal deutlich aus. «Alle auf einmal, alle am selben Tag. In der Breite ist es das erste Mal.»
Kundegebungen in Hannover und Bremen
Auch die Gewerkschaft der Polizei, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und die IG Bau rufen ihre Mitglieder den Angaben zufolge gleichzeitig zum Warnstreik auf. In Bremen und Hannover sind am Vormittag Demonstrationen und Kundgebungen geplant.
Unmittelbar vor der dritten Verhandlungsrunde will die Gewerkschaft damit den Druck auf die Arbeitgeber noch einmal erhöhen. Ab Mittwoch kommen Gewerkschaften und Arbeitgebervertreter in Potsdam zu ihrer nächsten Verhandlungsrunde zusammen, die auf drei Tage angesetzt ist.
Verdi fordert für die mehr als 280.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder in Niedersachsen und Bremen sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro. Die Länder haben das wegen knapper Länderhaushalte als überzogen zurückgewiesen.
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