Timmendorfer Strand/Büsum (dpa) –
Vom Ufer aus sind seine Atemzüge zu hören, feine Wasserfontänen steigen aus seinem Blasloch auf. Auch am Dienstagmorgen liegt der am Vortag in der Ostsee vor Timmendorfer Strand gestrandete Wal weiterhin im flachen Wasser. Er bewegt sich kaum. Mehrere Rettungsversuche schlugen fehl, auch aus eigener Kraft konnte sich das Tier bisher nicht befreien. Sein Schicksal berührt auch die Spaziergänger, die mit oder ohne Hund an diesem Morgen unterwegs sind.
Einer von ihnen ist Stefan Stauch, der mit seiner Frau aus dem einige Kilometer entfernten Scharbeutz gekommen ist. «Der arme Kerl. Ich hoffe, er kann noch gerettet werden», zeigt er sich betroffen. In der Nacht hätten sie den Wal sogar hören können. «Wir hatten gehofft, dass er mit der ansteigenden Flut in der Nacht wieder freikommt, aber das hat nicht funktioniert.»
Auch andere Passanten bleiben stehen, beobachten das Tier, machen Fotos und fragen sich, wie ihm noch geholfen werden kann. Ein weiterer Rettungsversuch in der Nacht blieb erfolglos, über das weitere Vorgehen soll am Mittag beraten werden. Ob es noch eine Chance gibt, den Wal zurück ins tiefere Wasser zu bringen, ist derzeit offen.
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