Osnabrück (dpa/lni) –
Schulen waren wegen Schnee und Eis an mehreren Tagen im Januar geschlossen – auch in Osnabrück. Das hätte nicht sein müssen, findet Oberbürgermeisterin Katharina Pötter (CDU) im Nachhinein, wie aus einem Schreiben hervorgeht. Nicht an allen fünf Tagen sei ein Schulausfall notwendig gewesen. Die Stadt plant daher neue Regelungen für die Zukunft und hat auch schon eine erste Idee.
Konkret soll künftig immer erst am Morgen über Schulschließungen entschieden werden, statt wie in den vergangenen Wochen am Vortag. «Glätte und Schnee im Januar gehören zum allgemeinen Lebensrisiko, dem wir mit angemessener Vorsicht, aber nicht mit vorsorglichem Stillstand begegnen wollen», heißt es dazu in dem Schreiben der Oberbürgermeisterin.
Gleichzeitig betonte Pötter, dass Entscheidungen über Schulschließungen immer eine Abwägung seien. Ziel sei es, einen Mittelweg zu finden, der dem Alltag der meisten Familien gerecht werde, «ohne die Souveränität unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens bei der ersten Schneeflocke preiszugeben».
Ratsfraktion will Winterwetterfahrplan für Busse
Die Gruppe der Grünen und von Volt im Osnabrücker Stadtrat forderte bereits weitere Schritte. So solle für die Stadtbusse ein Winterwetterfahrplan entlang geräumter Hauptstraßen erstellt werden, auf den im Fall von nicht befahrbaren Nebenstraßen zurückgegriffen wird. Zudem soll Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben werden, später in der Schule zu erscheinen, damit sie sicher und stressfrei auch längere Schulwege nutzen können. Etwa, wenn der Weg zur nächstmöglichen bedienten Bushaltestelle wegen Winterwetters länger ist.
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