Zahl niedergelassener Zahnärzte in Hamburg leicht gesunken

Die Zahl der Zahnarztpraxen in Hamburg ist gesunken. (Symbolbild) Julian Stratenschulte/dpa
Die Zahl der Zahnarztpraxen in Hamburg ist gesunken. (Symbolbild) Julian Stratenschulte/dpa

Hamburg (dpa/lno) –

Die Zahl der niedergelassenen Zahnärztinnen und Zahnärzte in Hamburg ist gesunken. Am 31.12.2025 arbeiteten nach offiziellen Angaben 1.147 Niedergelassene in 988 Praxen. Ein Jahr zuvor waren es 1.167 niedergelassene Zahnärztinnen und Zahnärzte in 1.101 Praxen. Das erklärt Arne Schlichting von der Pressestelle der Hamburger Zahnärzte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. 

Insgesamt sei ein leichter Rückgang bei den niedergelassenen Zahnärztinnen und Zahnärzten und damit auch in der Anzahl der Praxen in Hamburg festzustellen, sagt Arne Schlichting. Gleichzeitig sei jedoch die Zahl der angestellten Zahnärztinnen und Zahnärzte – und damit auch die insgesamt für die Versorgung zur Verfügung stehende Behandlungszeit – leicht gestiegen.

Vergleicht man die Zahlen mit dem Jahr 2020, wird der Rückgang deutlicher. Am 31.12.2020 gab es in Hamburg demnach noch 1.246 niedergelassene Zahnärztinnen und Zahnärzte, die in insgesamt 1.066 Praxen gearbeitet haben. Alle Zahlen beziehen sich jeweils auf Niedergelassene ohne Angestellte und Praxen ohne Zweig- und Nebenpraxen.

Junge Mediziner erkennen Hindernisse auf dem Weg zur Selbstständigkeit

Diese Entwicklung sei zum einen den größeren Praxisstrukturen in einer Großstadt wie Hamburg geschuldet. Zum anderen wisse man aus Gesprächen mit jungen Kolleginnen und Kollegen, dass diese einige Hindernisse auf dem Weg in die Selbstständigkeit sehen, sagt Zahnärzte-Sprecher Schlichting. Genannt würden unter anderem die zunehmende Bürokratisierung der Tätigkeit, die als bislang nicht praxistauglich empfundene Telematik-Infrastruktur und die unsichere Vergütungslage bei Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Die Zahnärztekammer und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Hamburg würden potenziellen Gründerinnen und Gründern Hilfestellung in allen Fragen anbieten, sagt Schlichting. «Gleichzeitig appellieren wir an die Politik, die Hindernisse abzubauen, die Freiberuflichkeit und die Selbstverwaltung weiter zu fördern und so die Niederlassung in eigener Praxis für die jungen Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner wieder attraktiver zu machen.»

© dpa-infocom, dpa:260115-930-546936/1

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