Lüneburg (dpa/lni) –
Die Waldbrandgefahr steigt in einigen Regionen Niedersachsens schon kurz nach dem Frühlingsanfang. «Es ist noch extremer als letztes Jahr, so früh haben wir mit der Waldbrandzentrale in Lüneburg noch nie gestartet», sagte Knut Sierk, Leiter der Waldbrandzentrale, dem Radiosender Antenne Niedersachsen. Am 3. März, als sie eigentlich noch mitten in den Schulungen waren, mussten sie die Zentrale besetzen. Bislang habe es 13 Einsatztage im März gegeben, das sei «schon sehr, sehr viel».
Die Brandgefahr sei schon so hoch, weil noch die Vegetation aus dem Vorjahr stehe: Dürre Pflanzenreste, die kein frisches Wasser aufsaugen. Im April oder Mai komme frisches Grün durch, dann sinke die Gefahr wieder. Aber derzeit sei die Brandlast am Waldboden relativ hoch, erklärte Sierk.
Überwacht werden die Waldbrand-Risikogebiete vor allem im Nordosten, insgesamt 400.000 Hektar. Wenn an fünf der neun Wetterstationen in dem Gebiet die Waldbrandstufe drei von fünf erreicht ist, wird die Zentrale mit Fachleuten besetzt.
Warnung vor offenem Feuer
Vegetationsbrände entstünden oft durch unachtsamen Umgang mit offenem Feuer, «durch Fahrlässigkeit, teilweise sogar durch Vorsatz», betonte Sierk. Vom 1. März an dürfe im Wald nicht mehr geraucht werden, offenes Feuer ist verboten. Zigarettenkippen – oder unachtsamer Umgang mit Feuer in der freien Natur, etwa durch Einweg-Grills – würden potenzielle Gefahrenquellen darstellen.
Auch Osterfeuer seien grundsätzlich eine potenzielle Gefahr, aber noch könne man sie nicht abschätzen. Sierk warnte davor, die aufgeschichteten Haufen vorzeitig anzuzünden. Oft überprüfe hier vorab niemand die Waldbrandgefahrenlage, zudem sei keine Brandwache vor Ort.
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