Kiel (dpa/lno) –
Nach mehreren Messerangriffen im Kieler Stadtteil Gaarden im vergangenen Jahr hat das Kieler Landgericht die Unterbringung eines zur Tatzeit 17-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Die 15. große Strafkammer geht in ihrem bereits am Montag gefallenen Urteil davon aus, dass dieser einen versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung begangen hat sowie gefährliche Körperverletzung in zwei weiteren Fällen, wie ein Gerichtssprecher berichtete. Der gesamte Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Zuvor hatten die «Kieler Nachrichten» berichtet.
Wegen eines vollendeten Totschlags, für den die Staatsanwaltschaft den mittlerweile 18-Jährigen ebenfalls verantwortlich gemacht hatte, kam die Kammer nicht zur Überzeugung, dass der Beschuldigte der Täter war, wie der Sprecher weiter sagte. Die angeklagten Taten ereigneten sich Ende Mai 2025. Der Beschuldigte saß seit Ende Mai in Untersuchungshaft. Insgesamt waren nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft im Zeitraum zwischen dem 27. und 29. Mai mutmaßlich fünf Menschen in dem Stadtteil mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt worden.
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