Großangelegter Koffer-Diebstahl im Zug – hoher Schaden

Die Opfer sollen am Bahnsteig ausgewählt worden sein. (Symbolbild). Marijan Murat/dpa
Die Opfer sollen am Bahnsteig ausgewählt worden sein. (Symbolbild). Marijan Murat/dpa

Frankfurt/Main (dpa) –

Er soll Reisenden im Zug ihre Koffer gestohlen und gemeinsam mit einem Komplizen einen Schaden von mehr als 260.000 Euro verursacht haben – deshalb ist ein 31-Jähriger in Frankfurt angeklagt worden. Der Beschuldigte soll Opfer auf Bahnsteigen in Frankfurt, Hanau, Göttingen und Berlin ausgekundschaftet, diese in die Züge verfolgt und dort deren Koffer gestohlen haben, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt mit.

Der Mann soll als Teil einer international agierenden Bande gehandelt haben. Er steht unter Verdacht des gewerbsmäßigen Bandendiebstahls in elf Fällen. Die hohe Schadenssumme von mehr als 260.000 Euro erklärt sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft durch teils sehr wertvolle Gegenstände in den Koffern.

Den Tatzeitraum gibt die Staatsanwaltschaft mit 17. September bis 5. November 2025 an. Der 31-Jährige sei einschlägig in mehreren europäischen Ländern bekannt und agiere europaweit unter mehr als 20 Alias-Personalien. Auch gegen andere mutmaßliche Bandenmitglieder laufen den Angaben zufolge Ermittlungen.

Beute ins Ausland versandt

Die Beute sei ins Ausland versandt worden, teilt die Anklagebehörde mit. Dort sei sie mutmaßlich verwertet worden.

Dass der Beschuldigte im November 2025 in Frankfurt festgenommen werden konnte, sei einem sogenannten Super-Recognizer der Bundespolizei zu verdanken, erklärte die Staatsanwaltschaft. Dabei handelt es sich um Beamte mit besonders gutem Gedächtnis für Gesichter.

© dpa-infocom, dpa:260421-930-972801/1

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