Kiel (da/lno) – Der Krankenstand in Schleswig-Holstein ist nach Zahlen der DAK-Gesundheit 2025 stabil geblieben. Bei der DAK versicherte Beschäftigte waren durchschnittlich an 20 Kalendertagen krankgeschrieben. Das entspricht einem Krankenstand von 5,5 Prozent und liegt auf dem Niveau des Vorjahres, wie die DAK mitteilte.
Mit 415 Fehltagen je 100 Versicherten lagen psychische Erkrankungen an der Spitze. In diesem Bereich gab es eine Steigerung um 10,5 Prozent im Vergleich zu 2024. Weitere wichtige Ursachen waren Atemwegsinfekte und Muskel-Skelett-Erkrankungen.
Schleswig-Holstein etwas über dem Bundesdurchschnitt
Bundesweit kamen DAK-versicherte Beschäftigte 2025 im Durchschnitt auf 19,5 krankheitsbedingte Fehltage. Schleswig-Holstein liegt 2,4 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Deutlich waren die Fehlzeiten in Sachsen-Anhalt sowie in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Baden-Württemberg wies bundesweit den geringsten Arbeitsausfall auf.
Für die aktuelle Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von rund 119.000 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Schleswig-Holstein aus.
Betriebliches Gesundheitsmanagement bietet Chancen
Da sich der Krankenstand im Norden auf einem hohen Niveau einpendelt, fordert die DAK eine fundierte Ursachenforschung. Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzteschaft und Krankenkassen sollten gemeinsam an einen Tisch kommen, um neue Lösungswege zu entwickeln und auch ein gesundes Arbeitsumfeld in den Fokus zu rücken, so DAK-Landeschef Cord-Eric Lubinski.
Große Chancen sieht Lubinski im betrieblichen Gesundheitsmanagement. «Gute Arbeitsbedingungen und eine starke Unternehmenskultur sind zentrale Hebel, um den Krankenstand zu senken.» Das Thema Gesundheit müsse in die betrieblichen Strukturen und Prozesse integriert werden.
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