Bau von neuem Wattenmeer-Zentrum soll beginnen

Auf diese Bunker-Gelände soll das neue Wattenmeer-Zentrum enstehen. (Archivbild) picture alliance / Ingo Wagner/dpa
Auf diese Bunker-Gelände soll das neue Wattenmeer-Zentrum enstehen. (Archivbild) picture alliance / Ingo Wagner/dpa

Wilhelmshaven (dpa) –

Neue Adresse fürs Wattenmeer: Nach jahrelanger Planung soll der Bau eines neuen Partnerschaftszentrums für das Unesco-Weltnaturerbe in Wilhelmshaven vorankommen. Vor dem Festakt zum 40-jährigen Jubiläum des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer am Freitag unterzeichneten die Stadt Wilhelmshaven als Bauherrin und die künftigen Mieter, die Nationalparkverwaltung und das Gemeinsame Wattenmeersekretariat, entsprechende Mietvorverträge für das Gebäude. Damit sind laut der Stadt nun die Voraussetzungen gegeben, das Trilaterale Weltnaturerbe Wattenmeer-Partnerschaftszentrums (kurz TWWP) zu bauen. 

«Durch die nun unterschriebenen Mietvorverträge haben wir als Bauherrin die Sicherheit und Verbindlichkeit, dass das Gebäude nach der Fertigstellung mit Leben gefüllt und im wahrsten Sinne des Wortes die erste Adresse des Weltnaturerbes Wattenmeer wird», sagte Oberbürgermeister Carsten Feist. 

Was in dem neuen Gebäude geplant ist

In das geplante Gebäude, das auf einem ehemaligen Luftschutzbunker im Süden der Jadestadt errichtet wird, sollen unter anderem die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, das in Wilhelmshaven ansässige trilaterale Wattenmeer-Sekretariat für die Niederlande, Deutschland und Dänemark und die Tourismus-Agentur Nordsee (Tano) einziehen.

Nach Angaben der Stadt soll das neue Gebäude ein architektonisches Highlight in Wilhelmshaven werden. Der Entwurf der dänischen Architektin Dorte Mandrup, der aus einem Architektenwettbewerb hervorging, sieht unter anderem vor, dass der massive Bunkerbau eine gläserne Hülle erhalten wird.

Auch ein Ort für die Öffentlichkeit

Oberbürgermeister Feist sagte, das neue Zentrum solle aber mehr als nur ein Verwaltungsgebäude sein. Es solle auch für die Öffentlichkeit offen stehen. Er könne sich Ausstellungen, Lesungen oder Konzerte vorstellen. «Da wird man sicherlich gemeinsam gute Ideen entwickeln», sagte er.

Der Baustart könnte nach Angaben der Stadt bereits in diesem Sommer erfolgen. Nach früheren Angaben soll der Neubau rund 24 Millionen Euro kosten. Das Land und der Bund unterstützen bei den Baukosten. 

Umweltminister Christian Meyer (Grüne) sprach von einem «großen Schritt» und einem «großen Gebäude» für das Wattenmeer. Das neue Zentrum solle die Zusammenarbeit beim Schutz des Unesco-Weltnaturerbes Wattenmeeres stärken. «Dazu gibt es nun diese Investition. Wir freuen uns sehr, dass wir das jetzt mit der Stadt geeint haben und eine Zukunftsperspektive haben am Standort», sagte der Minister.

© dpa-infocom, dpa:260206-930-651889/1

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