Wismar (dpa) –
Die Umweltschutzorganisation WWF hat zuletzt eine Vielzahl an neuen Walpatenschaften verzeichnet – und führt den Anstieg auf den Buckelwal bei Wismar zurück. «Es ist mehr Aufmerksamkeit auf dem Thema», sagte eine WWF-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. «Die Menschen wollen was tun, tippen wir.»
In den vergangenen vier Wochen seien 113 neue Walpatenschaften abgeschlossen worden – in den vier Wochen zuvor seien es lediglich 15 gewesen. Der WWF habe sich in seinem Marketing nicht auf den Buckelwal bezogen und sei auch nicht an den Aktionen rund um das Tier beteiligt gewesen, sagte die Sprecherin.
Die Gelder aus der Walpatenschaft werden nach Angaben des WWF unter anderem verwendet, um die Kontrolle des Walfangs zu stärken, Meeresschutzgebiete auszuweisen und den Beifang von Walen und Delfinen in Fischernetzen zu verringern. Auch sollen die Wale vor Umweltgiften und Lärm geschützt werden.
Deutlich mehr Interesse an Organisation Sea Shepherd
Auch die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd berichtet von einem deutlich gestiegenen öffentlichen Interesse aufgrund des Wals in der Ostsee. Demnach hätten sich in den vergangenen Wochen zahlreiche Menschen telefonisch und per E-Mail an die Organisation gewandt, um sich zu informieren oder ihre Anteilnahme auszudrücken. Dieses erhöhte Engagement spiegele sich auch in der Unterstützung wider. Nach Angaben von Sea Shepherd ist die Zahl der Dauerspender seit dem Auftauchen des Wals merklich angestiegen.
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