
Süßes für den Handel - Halloween bringt Kaufimpulse
30. Oktober 2026
Kiel (dpa/lno) -
Für das diesjährige Halloween-Geschäft erwartet der Handelsverband Nord in Schleswig-Holstein einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro. Wie der Verband mitteilte, gewinnt das Fest in Deutschland zunehmend an Bedeutung und wird von immer mehr Menschen aktiv gefeiert. Besonders gefragt seien Süßwaren, Schminkartikel und Dekoration sowie weitere Lebensmittel und Getränke.
Die Ausgaben rund um Halloween sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Das zeigt sich auch im bundesweiten Trend. Nach der aktuellen Prognose des Handelsverbandes Deutschland geben die Verbraucherinnen und Verbraucher 2026 bundesweit rund 537 Millionen Euro für Halloween aus. Das entspricht einem Plus von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
«Saisonale Anlässe wie Halloween bieten dem Einzelhandel die Möglichkeit, mit passenden Sortimenten und kreativen Ideen zusätzliche Kaufimpulse zu setzen», sagte Dierk Böckenholt, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Nord, im Vorfeld. «Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sind solche Gelegenheiten wichtig, um Kundinnen und Kunden für den Einkauf vor Ort zu begeistern.»
Einzelhandel im Norden unter Druck
Insgesamt stehen laut dem Handelsverband Nord viele Einzelhändler in Schleswig-Holstein weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Zu den größten Belastungen zählten hohe Betriebskosten, vor allem für Energie, Personal und Mieten, sowie die anhaltend schwache Konsumstimmung. Hinzu komme ein hoher bürokratischer Aufwand, der gerade kleine und mittelständische Unternehmen stark belastet.
Nach derzeitiger Einschätzung geht der Handelsverband davor aus, dass im nördlichsten Bundesland rund 180 Einzelhandelsgeschäfte im Jahr 2026 aufgegeben werden. Dabei handele es sich allerdings um eine grobe Schätzung, da die tatsächliche Entwicklung von zahlreichen, verschiedenen Faktoren abhänge und es keine Statistik gebe, hieß es.
Nicht nur der strukturelle Wandel und der wachsende Wettbewerbsdruck belastete den Handel, sondern oftmals schlössen Geschäfte auch, weil es an der Nachfolge fehlt. Gleichzeitig entstehen dem Verband zufolge in Schleswig-Holstein neue Unternehmen, die frischen Schwung in Innenstädte und Handel bringen. Diese könnten jedoch die Zahl der Schließungen nicht ausgleichen.
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Quelle: dpa
