Nach drei Wochen ohne Kater Carlo: «Einfach überglücklich»
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Nach drei Wochen ohne Kater Carlo: «Einfach überglücklich»

30. Oktober 2026

Hannover (dpa/lni) -

Mal hält der eine die Hoffnung aufrecht, mal der andere. Drei Wochen lang wissen Niclas Arsow und seine Partnerin Sarah Czapski nicht, wo ihr Kater Carlo steckt. Sie suchen, verfolgen Hinweise und holen sich Hilfe von einer Suchhundestaffel. Dann kommt der Anruf der Polizei: Carlo ist gefunden worden. Das Paar kann ihn abholen.

Für die beiden Katzenliebhaber aus Hannover endet damit eine Suche, die sie im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur als belastendes Auf und Ab schildern. Sie hätten versucht, sich gegenseitig zu unterstützen. Die Wochen ohne Carlo beschreibt Sarah Czapski als «insgesamt echt eine grauenvolle Zeit». Aufgeben wollten sie nicht. Inzwischen ist Carlo wieder zu Hause – doch die Sorge, ihn erneut zu verlieren, ist geblieben.

Arsow findet nur das Halsband von Carlo

Dass etwas nicht stimmt, bemerken die Besitzer über Carlos Ortungsgerät. Ihre beiden Katzen tragen solche Tracker, erzählen sie. Regelmäßig schauen sie nach, wo die Tiere unterwegs sind. Diesmal zeigt die Ortung Carlo im etwa zehn Kilometer entfernten Altwarmbüchen an. Die Strecke sei so schnell zurückgelegt worden, dass der Kater das aus ihrer Sicht nicht allein geschafft haben könne.

Arsow fährt mit dem Fahrrad hinterher. Doch Carlo findet er nicht. Schließlich bleibt dem Paar nur das Halsband mit dem Tracker. Der Fund vor einer Schule bestärkt die beiden in der Vermutung, jemand könnte ihren Kater mitgenommen haben.

Sie hängen Suchplakate auf und gehen Hinweisen nach, finden bei Instagram Helfer für die Suche. Auch die Polizei hätten sie bereits am Tag des Verschwindens eingeschaltet, berichtet das Paar.

Menschen und Hunde helfen bei Suche nach Carlo

Die Helfer beraten die Besitzer, richten eine Futterstelle mit Kamera ein und setzen Suchhunde ein. Hundeführerin und Notfallberaterin Nina Schindler beschreibt die besondere Schwierigkeit: Am Halsband hafte nicht nur der Geruch des Katers, sondern möglicherweise auch der eines Menschen, der es angefasst habe. Deshalb sei zunächst nicht sicher gewesen, welcher Spur die Hunde folgen würden.

Nach Schindlers Schilderung führen die unabhängig voneinander eingesetzten Hunde zu ähnlichen Stellen. Auch ein Zeugenhinweis auf ein auffälliges Auto bringt die Besitzer nach ihren Angaben weiter. Sie entdecken ein passendes Fahrzeug, folgen ihm und geben ihre Erkenntnisse an die Polizei weiter.

Carlo war zunächst schreckhafter und dünner als vor Verschwinden 

Bei einer Durchsuchung wird Carlo schließlich gefunden, berichtet das Paar. Nach drei Wochen können sie ihn wieder in die Arme schließen. «Wir waren einfach überglücklich», erzählt Arsow vom Wiedersehen. Der Kater sei zunächst schreckhafter und dünner als vor seinem Verschwinden gewesen.

Zurück ist auch ein Stück Alltag. Ganz unbeschwert ist er aber noch nicht: Die Besitzer schildern die bleibende Sorge, «dass vielleicht wieder irgendwas passiert mit ihm». Trotzdem wollen sie ihn weiter nach draußen lassen. Für die Unterstützung bei der Suche sind sie dankbar – den Helfern mit den Hunden, der Polizei und den Menschen, die Hinweise gaben oder einfach die Daumen drückten.

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Quelle: dpa