Movember: Diese Vorsorge-Checks sollten Männer machen
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Movember: Diese Vorsorge-Checks sollten Männer machen

4. November 2026

Männergesundheit im Mittelpunkt: Beim sogenannten Movember lassen sich Männer weltweit Schnurrbärte wachsen, um auf gesundheitliche Themen aufmerksam zu machen. Der Name setzt sich aus den englischen Wörtern „Moustache“ (Schnurrbart) und „November“ zusammen. Im Fokus stehen vor allem Krebserkrankungen wie Prostata- und Hodenkrebs, aber auch die psychische Gesundheit. Ziel der Aktion ist es, Männer dazu zu ermutigen, offener über Beschwerden zu sprechen und Vorsorgeangebote wahrzunehmen. 

Studien zeigen: Weniger als die Hälfte der Männer geht regelmäßig zur Krebsvorsorge. Dabei können Früherkennungsuntersuchungen helfen, Krankheiten rechtzeitig zu erkennen. Doch welche Vorsorgeuntersuchungen sind ab welchem Alter sinnvoll?  

Ab 35 Jahren: Check-up und Hautkrebsvorsorge

Ab dem 35. Geburtstag haben gesetzlich Versicherte alle drei Jahre Anspruch auf einen Gesundheits-Check-up. Dabei werden unter anderem Blutdruck, Blutzucker und Cholesterinwerte kontrolliert.

Zusätzlich können Männer ab 35 Jahren alle zwei Jahre ein kostenloses Hautkrebs-Screening wahrnehmen. Dabei wird die gesamte Haut auf auffällige Veränderungen untersucht.

Ab 45 Jahren: Prostatakrebsfrüherkennung 

Prostatakrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Männern. Jährlich erkranken allein in Deutschland über 70.000 Männer daran. Deshalb haben Männer ab 45 Jahren Anspruch auf eine jährliche Untersuchung zur Früherkennung. Dazu gehören ein ärztliches Gespräch und eine Tastuntersuchung. Ein zusätzlicher PSA-Bluttest wird empfohlen.  

Ab 50 Jahren: Darmkrebsvorsorge 

Auch das Risiko für Darmkrebs steigt mit zunehmendem Alter. Männer ab 50 Jahren können zwischen zwei Untersuchungsmöglichkeiten wählen: einer Darmspiegelung oder einem Stuhltest.

Bei der Darmspiegelung sind zwei Untersuchungen im Abstand von mindestens zehn Jahren möglich. Wer sich stattdessen für den Stuhltest entscheidet, kann diesen alle zwei Jahre durchführen lassen.  

Hodenkrebs: Auch junge Männer sollten vorsorgen 

Nicht alle wichtigen Untersuchungen beginnen erst ab einem bestimmten Alter. Gerade Hodenkrebs betrifft häufig jüngere Männer und tritt zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Männer sollten deshalb auf Veränderungen achten und sich regelmäßig selbst abtasten. 

Dabei gilt es, auf Knoten, Verhärtungen oder Schwellungen zu achten. Wer Auffälligkeiten bemerkt, sollte diese umgehend urologisch abklären lassen. Eine gesetzliche Früherkennungsuntersuchung für Hodenkrebs gibt es nicht. Die regelmäßige Selbstuntersuchung kann jedoch dabei helfen, Veränderungen frühzeitig zu bemerken 

Psychische Gesundheit 

Neben der körperlichen Gesundheit spielt auch die psychische Gesundheit eine wichtige Rolle. Dabei können sich psychische Belastungen beispielsweise durch Schlafstörungen, Reizbarkeit, sozialen Rückzug oder erhöhten Alkoholkonsum bemerkbar machen. Auch anhaltende Erschöpfung und Niedergeschlagenheit können Warnzeichen sein. 

Der Movember-Initiative soll ermutigen, offener über Gefühle und psychische Probleme zu sprechen. Wer bei sich selbst oder anderen Veränderungen bemerkt, sollte diese ernst nehmen. Ein Gespräch mit einer Vertrauensperson oder dem Hausarzt kann ein erster Schritt sein. 

Männergesundheit als Thema im SAT.1 REGIONAL-Studio

Prof. Christian Wülfing, Chefarzt der Urologie an der Asklepios Klinik, ist zum Thema Männergesundheit und Vorsorge am Freitag (6.11.) zu Gast bei uns im Studio. Den Talk sehen Sie im TV bei SAT.1 REGIONAL für Niedersachsen und Bremen und im Anschluss hier auf sat1regional.de

Mehr Infos:

Asklepios - Männergesundheit - der kleine große Unterschied

Gesundheits-Check-up (Infos vom Bundesministerium)

Prostatakrebs (Prostatakarzinom) (Infos der Deutschen Krebshilfe)

Was gehört zur richtigen Männervorsorge? (AOK)

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit/ Deutsche Krebshilfe/ Universitätsklinikum Leipzig/ AOK/ Malea Kaiser (SAT.1 REGIONAL)