Mann soll Frauen betäubt, vergewaltigt und gefilmt haben
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Mann soll Frauen betäubt, vergewaltigt und gefilmt haben

5. November 2026


Oldenburg (dpa/lni) -

Weil er zwei damalige Partnerinnen betäubt, vergewaltigt und dabei gefilmt haben soll, steht ein 39-Jähriger vor dem Landgericht Oldenburg. Insgesamt sind neun Taten angeklagt. In zwei Fällen soll er über eine Internetanzeige zwei unbekannte Männer dazu eingeladen haben, sich an den sexuellen Handlungen zu beteiligen. 

Am ersten Verhandlungstag räumte der Mann die angeklagten Taten ein. «Was ich getan habe, tut mir wahnsinnig leid», sagte der Angeklagte. Er wisse, dass er über Grenzen gegangen sei. Der Vater dreier Kinder bestritt aber, die Frauen betäubt zu haben. Vielmehr habe er gewusst, dass beide einen sehr tiefen Schlaf gehabt hätten. Auch seien an den Abenden Alkohol und Drogen konsumiert worden. 

Es ist bereits der zweite Prozess gegen den 39-Jährigen

Der Vorsitzende Richter äußerte Zweifel an dieser Darstellung. Bei den angeklagten Taten sollen diverse Gegenstände in die Frauen eingeführt worden sein. Selbst wenn Drogen im Spiel gewesen seien: «Ich kann es nicht nachvollziehen, wie man bei solchen Handlungen nicht aufwacht», betonte der Vorsitzende Richter.

Die Taten sollen in den Wohnungen der Frauen in Delmenhorst zwischen Juli 2022 und September 2024 begangen worden sein. Wer die Männer waren, die sich an den sexuellen Handlungen beteiligt haben sollen, konnte der Angeklagte nicht sagen. Er habe betrunken die Anzeige geschaltet, in der er seine schlafende Freundin angeboten habe. Innerhalb von wenigen Minuten seien Antworten gekommen. 

Vor einem Jahr verurteilte das Landgericht Oldenburg den Angeklagten bereits in Zusammenhang mit einem Sexualdelikt an einer der beiden Frauen, im Jahr 2023 zu einer mehrjährigen Haftstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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Quelle: dpa