Diskussion um geeigneten Ort für G20-Demos in Hamburg geht weiter

Thema am 07.04.2017
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Drei Monate vor dem G20-Gipfel in Hamburg brodelt es schon hinter den Kulissen. Polizei und Gipfelgegner können sich nicht darüber einigen, wo die große Gegendemonstration stattfinden soll. 100.000 bis 150.000 Menschen werden dazu erwartet. Die Aktivisten wollen unbedingt auf das Heiligengeistfeld – das ist der Polizei aber zu nah an den Messehallen, wo die Regierungschefs tagen werden. Am Freitag fand das dritte Kooperationsgespräch zwischen Polizei und Demonstranten statt. Eine der drei geplanten Routen der Aktivisten wurde genehmigt – die anderen zwei wurden nicht erlaubt. „Wir haben das Recht, in der Nähe des Gipfels zu demonstrieren und das werden wir, wenn nötig, auch vor Gericht durchsetzen“, so Emily Laquer vom Bündnis „Grenzenlose Solidarität statt G20“. Joachim Lenders, Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft in Hamburg, hält dagegen: „Die Polizei muss Einschränkungen machen.“ Dafür gebe es vielfältige und sicherheitspolitische Gründe. „Und letztendlich können ja auch die Veranstalter dieser Großdemo nicht ausschließen, dass sich gewaltbereite Chaoten unter ihnen befinden“, so Lenders.

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