Aktionskonferenz: G20-Gegner proben Sitzblockaden und Durchbrechen von Polizeiketten

Thema am 10.04.2017
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Wegen des G20-Gipfels bringen sich Polizei und Gipfel-Gegner bereits seit Wochen in Stellung. Am Wochenende haben 800 Aktivisten ihre sogenannte Aktionskonferenz abgehalten. Da wurde zum Beispiel das Durchbrechen von Polizeiketten ganz praktisch geübt. Die Schlagstöcke der „Polizisten“ waren aus Schaumstoff und statt Pfefferspray haben diese logischerweise Wasser benutzt. Während der Übung, die manch ein Beobachter als eher unrealistisch bezeichnen würde, gelang das Durchbrechen der „Polizeikette“ jedenfalls schon ganz gut.

Und die Gipfel-Gegner haben sich noch mehr vorgenommen: Demonstrationen, Sitzblockaden, massenhafter ziviler Ungehorsam sowie ein stadtweiter Bildungsstreik an Schulen und Unis. Deshalb haben sie am Wochenende auch gleich noch das Verhalten während Sitzblockaden trainiert. Friedlicher Protest ist gewollt, doch auch von gewalttätigen Aktionen wird sich nicht distanziert. Geschätzt 4.000 gewaltbereite Linksextreme werden zum Gipfel in Hamburg erwartet. Ihnen werden bis zu 20.000 Polizisten gegenüberstehen. Über Demonstrationsorte und Routen werden am Ende Gerichte entscheiden müssen.

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