Tierheime am Limit: SPD fordert zügige Einschränkungen im Online-Tierhandel

Die SPD-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein will den Verkauf von Tieren über das Internet erschweren. In einem Antrag für die Landtagssitzung Ende Januar fordert die Tierschutzpolitikerin Sandra Redmann die schwarz-grüne Landesregierung auf, sich auf Bundesebene für zügige Einschränkungen des Online-Tierhandels einzusetzen. Bisher gebe es kaum Regelungen für den Online-Handel mit Tieren, die diese vor Missachtung der Tierschutzstandards und des Tierwohls seitens der Händler schützen, begründete Redmann ihre Forderung.

ARCHIV – Ein Hund steht auf einem Behandlungstisch. Foto: Inga Kjer/dpa/Archivbild

Redmann kritisierte, dass es auf vielen Online-Verkaufsplattformen derzeit möglich sei, Tiere anonym und ohne Rückverfolgbarkeit zu kaufen und verkaufen. Beim Handel mit Heimtieren im Internet müssten Verkäufer ihre Identität nicht preisgeben. Auf Online-Plattformen sei die Gefahr groß, dass Tiere unüberlegt und spontan gekauft würden.

Tierschutzorganisationen hätten wiederholt auf schlechte Bedingungen bei Zucht, Transport und in Bezug auf den Gesundheitszustand im Netz verkaufter Tiere hingewiesen, begründete Redmann ihren Antrag. Ausführliche, persönliche Beratungen gebe es nicht. Viele Tiere landeten über kurz oder lang im Tierheim oder würden ausgesetzt. „Wir dürfen unsere Tierheime nicht im Stich lassen, denn sie sind schon jetzt am Limit.“

Mit dpa

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