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Die Pilzsaison ist gerade in vollem Gange und Pilzesammler sind schon lange keine Randgruppe mehr. Vielen Norddeutschen sind in Zeiten des Klimawandels kurze Wege und regionale Produkte zunehmend wichtiger. Pilzesammeln liegt im Trend und ist gar nicht so schwer, solange man ein paar Regeln beachtet. Wir sind mit Norbert Genz, einem geprüften und anerkannten Pilz-Sachverständigen in der schleswig-holsteinischen Schweiz auf Pilzsuche gegangen und haben ihm ein paar wichtige Informationen entlockt:

Braucht man zum Pilzesammeln eine Lizens?

Nein, jeder darf in Schleswig-Holstein Pilze sammeln gehen – ein Kilogramm pro Kopf und Tag ist erlaubt. Man sollte sich jedoch vorher gut mit den verschiedenen Arten auseinandersetzen, denn es gibt giftige Pilze und solche, die zum Verzehr geeignet sind: von den 3.300 Arten sind nur 90 Pilzsorten essbar.

Symbolbild: Ein Korb mit Pilzen und ein Messer. Foto: Pixabay

Was brauche ich zum Pilzesammeln?

Pilze findet man vornehmlich dort, wo es feucht ist. Als Ausrüstung genügt ein luftdurchlässiger Korb und ein Messer.

Wie entnehme ich den Pilz richtig aus dem Boden?

Um den Pilz später eindeutig bestimmen zu können, sollte man den Stiel nicht abschneiden. Einfach den Pilz samt Knolle sachte aus der Erde herausdrehen.

Die drei Gattungen

Pilze unterteilen sich in drei Gattungen. Rund 20 Prozent haben Leisten, wie beispielsweise die Pfifferlinge. 50 Prozent haben Lamellen, und die übrigen 30 Prozent besitzen Röhren wie die Marone.

Worauf muss ich beim Zubereiten achten?

Pilze sollten nie abgespült werden. Es genügt, den die Erde grob zu entfernen. Zwei bis drei Tage kann man die Pilze zu Hause aufbewahren, dann sollten sie jedoch gut durchgebraten und verzehrt werden.

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