MFA-Streik: Personal in Arztpraxen soll Arbeit niederlegen

Medizinische Fachangestellte in einer Praxis in Hannover. Foto: ISO K Medien GmbH/stock.adobe.com/Symbolbild

Arzthelfer:innen sind an diesem Donnerstag zum Warnstreik aufgerufen. Erstmals in seiner Geschichte hat der Verband medizinischer Fachberufe (vmf) die bundesweit 330.000 Medizinischen Fachangestellten (MFA) in der ambulanten Patient:innenversorgung aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Kundgebungen sind unter anderem in Berlin, Hamburg und Dortmund geplant. 

Längere Wartezeiten in betroffenen Praxen möglich

Weil nur ein kleiner Teil der Angestellten gewerkschaftlich organisiert sei und es zudem für Mitarbeiter:innen in kleinen Betrieben wie Arztpraxen oft schwierig sei, ihr Streikrecht durchzusetzen, sei nicht absehbar, wie groß die Beteiligung werde, sagte eine Sprecherin des Verbands am Dienstag. Zudem fehlten Erfahrungswerte. In betroffenen Praxen sei jedoch mit erheblichen Verzögerungen bei den Abläufen und längeren Wartezeiten zu rechnen. 

Zu den Arbeitsbereichen gehören neben Anmeldung und Terminvergabe auch die Assistenz bei Untersuchungen, Behandlungen und chirurgischen Eingriffen. Die MFA sind den Angaben nach außerdem zuständig für Dokumentation, Hygienemaßnahmen, Praxismanagement und Abrechnungen.

SAT.1 REGIONAL/dpa

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