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Homosexuelle Soldaten in der Bundeswehr haben in der Vergangenheit viel Leid erfahren. Eine neue Studie mit dem Titel „Tabu und Toleranz“ hat das vor einigen Wochen dokumentiert und so ins Bewusstsein der Öffentlichkeit befördert. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat es zum Anlass genommen, sich in aller Form bei den betroffenen Soldaten zu entschuldigen. Eine Entschuldigung, auf die viele lange gewartet haben. Wie viele Soldaten in den Neunzigerjahren Selbstmord verübt haben – weil sie mit der Schmach, wegen homosexueller Handlungen belangt worden zu sein, nicht leben konnten – ist nicht zu ermitteln.

Wir haben in Hamburg einen ehemaligen Marinesoldaten getroffen, der 1964 wegen homosexueller Handlungen unehrenhaft entlassen wurde. Für Dierk Koch brach eine Welt zusammen. Sein Traum, Seemann zu werden und möglicherweise eine Karriere bei der Bundesmarine zu machen, zerbrach. Und es kam für ihn noch schlimmer: Der damals 20-Jährige wurde nach §175 für schuldig befunden und zu einer Geldstrafe verurteilt.

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