Der G20-Sonderausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft tagte am Donnerstag nicht, wie sonst, im Rathaus, sondern unweit der Sternschanze in der Kulturkirche Altona. Es sollten diesmal nicht der Senat oder die Polizeiführung, sondern die Anwohner angehört werden, die die Ausschreitungen um den Gipfel hautnah erlebt haben. Besonders schwer traf es das Schanzenviertel in der Nacht vom 7. auf den 8. Juli vergangenen Jahres. Die Randalierer plünderten Geschäfte und legten Brände. Die Polizei griff erst sehr spät ein, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Knapp 300 Besucher sind der Einladung in die Kulturkirche Altona gefolgt. Die Mitglieder des G20-Sonderausschusses hörten sich gemeinsam mit Innensenator Andy Grote und Polizeipräsident Ralf Martin Meyer die Kritik der Anwohner an. Parallel zur politischen Aufarbeitung geht natürlich auch die Fahndung nach den Gewalttätern weiter. Am Freitagmittag gelang es der Polizei, einen 24-jährigen Hamburger Verdächtigen in Bremen festgenommen.

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