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In den vergangen Tagen alarmierten Anwohner die Umweltbehörde vermehrt über tote Fische, die in seichten Gewässern Hamburgs an der Oberfläche treiben. Die Ursache war zunächst völlig unklar.

Starkregen verantwortlich für Sauerstoffmangel

Gegenüber SAT.1 REGIONAL hat Björn Herwig Marzahn, Sprecher der Hamburger Umweltbehörde, Stellung genommen. So soll es tote Fische im Bereich der Fuhlsbütteler Schleuse und dem Wendebecken (Alsterkrüger Kehre) gegeben haben. Die Fische sind im Braband-, Skagerrak- und Inselkanal aufgrund von Sauerstoffmangel verendet. Ursache war der starke Regen am vergangenen Mittwoch nach der langen Trockenperiode. Durch die unerwünschte Zunahme an Nährstoffen sank der Sauerstoffgehalt in einigen Gewässern unterhalb des fischkritischen Wertes von 4,0 mg/l.

Kleinere Mengen toter Fische wurden in einem Rückhaltebecken an der Seebek und an der Berner Au in Wandsbek abgefischt. Im Bereich der Alster wurden am Montag alle toten Fische eingesammelt. Insgesamt wurden etwa zwei 60-Liter-Gefäße mit Kadavern gefüllt.

 

Sauerstoffgehalt ist wieder normal

Die Sauerstoffkonzentration in den Hamburger Gewässern hat sich wieder normalisiert und liegt überall oberhalb des fischkritischen Wertes. In Alster, Ammersbek, und Bille liegt er bei über 7 mg/l. In der Wandse immer noch bei 5,6 mg/l und in der Elbe zwischen 7,5 mg/l an der Bunthäuser Spitze und üblicherweise im Hafen bis Blankenese sinkend bei 5,1 mg/l.

Anreicherung mit Sauerstoff ist zwecklos

„Unsere Einflussmöglichkeiten auf die Verbesserung der Situation ist minimal. Aufgrund des enormen Wasservolumens z.B. der Elbe würde eine externe Sauerstoffanreicherung substanziell keine Abhilfe schaffen“, so Marzahn. In den kleineren offenen Gewässern gelingt es den Fischen die „Sauerstofflöcher“ weiträumig zu umschwimmen. In Regenrückhaltebecken ist dies nahezu nicht möglich, da solche Gewässer geschlossen sind.

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