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In Schleswig-Holstein liegen Eltern bei der Wahl ihrer Kindernamen 2019 voll im Trend. Wie in ganz Deutschland stehen hier Emma und Ben an der Spitze. Ben liegt damit bereits seit neun Jahren auf Platz 1 und Emma immerhin zum 4. Mal seit 2014. Das geht aus der am Montag in Ahrensburg veröffentlichten Statistik des Hobby-Namensforschers Knud Bielefeld hervor.

Emma und Ben sind die beliebtesten Vornamen für Neugeborene in 2019. Foto: Kristina Paparo

Für die Statistik haben Bielefeld und seine Helfer die Babygalerien von Geburtskliniken sowie Amtsblätter verschiedener Orte ausgewertet, insgesamt 592 verschiedene Quellen aus 466 Städten. Für das Jahr 2019 hat er so 177.570 Geburtsmeldungen aus ganz Deutschland erfasst und ausgewertet.

Im Norden gewinnt Finn

Entgegen dem Bundestrend hat sich in Hamburg, Niedersachsen und Bremen nicht Ben sondern der Jungenname Finn/Fynn durchgesetzt, der es in Schleswig-Holstein auf Platz 2 und im gesamten Bundesgebiet immerhin auf Platz 3 geschafft hat. Der beliebteste Mädchenname in Bremen ist Lia. Niedersachsen liegt, wie Schleswig-Holstein, mit Emma voll im Trend und der am häufigsten vergebene Name für kleine Hamburgerinnen lautet in 2019 Hannah.

Viele nordische Namen unter den Top 50

Hurra, wir bekommen ein Baby! Aber welcher Name soll es für den oder die Kleine sein? „Hauptsache individuell“, weiß Knud Bielefeld, Hobby-Namenforscher. Foto: B. Kittle

An immer mehr Beliebtheit gewinnen alte und nordische Namen. So finden sich unter den Top 50 zum Beispiel Namen wie Mats, Eric oder Mika bei den Jungen. Bei den Mädchen sind Frieda/ Frida, Tilda oder Ida ganz oben mit dabei.

Zudem sind Bielefeld typische Namen aufgefallen, die vor allem in Schleswig-Holstein ausgewählt werden. Dazu gehören Jonna, Tilda, Fiete, Lasse, Mattis und Piet. In Niedersachsen sind es Leevke, Marit, Fiete, Joris, Keno und Klaas. Als typisch bremisch gelten Ella, Lina, Maila, Finn, Jonas und Milan.

Auffällig in der neuen Rangliste ist auch, dass Anna und Lukas nicht mehr in den Top 10 auftauchen. Lukas war seit 1992 ununterbrochen in dieser Spitzengruppe, Anna sogar seit 1981.

Seit 2006 wertet der Ahrensburger jährlich eine Rangliste der Vornamen aus. Eine ähnliche Statistik gibt auch die Gesellschaft für Deutsche Sprache in Wiesbaden heraus.

dpa/eis

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