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Am Donnerstag hat die Hamburger Polizei das Protest-Camp im Vollhöfner Wald teilweise geräumt. Vor Ort wurden einige Unterstützer am Boden in Gewahrsam genommen. Während die Beamten das Baumhaus am Nachmittag räumten, gelang es ihnen nicht alle Aktivisten aus den Baumkronen herunter zu holen. Aus diesem Grund sind die Einheiten am Freitag nochmals zu einem Einsatz ausgerückt. Sechs weitere Aktivisten hatten sich in den hohen Bäumen versteckt und verbrachten dort auch die Nacht.

Der BUND Hamburg spricht sich über Twitter gegen eine weitere Eskalation aus:

Ultimatum abgelaufen

Das Ultimatum für die Räumung des Baumhauses im Naturschutzstreifen des Vollhöfner Waldes an der Alten Süderelbe war am Mittwoch um 12 Uhr mittags abgelaufen. Mehrere Aktivisten hatten vor rund einer Woche in dem Waldstück ein Baumhaus gebaut und halten dieses besetzt. Durch den Bau der Hafenerweiterung Altenwerder West, müsste der Völlhöfener Wald gerodet werden.

Nabu distanziert sich von Zuspitzung des Protests

Der Nabu Hamburg hat die Protest-Aktion zum Erhalt einer Wald-Vegetation im Hafennutzungsgebiet gestartet. Die Grünzone an der Straße Vollhöfner Weiden filtere große Mengen von Emissionen der angrenzenden Industrie und des Hafens, teilte der Nabu Hamburg zu der Aktion #völlibleibt mit.Offiziell ist das Areal Altenwerder West laut Hamburger Projekt-Realisierungsgesellschaft mbH seit Mai 2016 Hafennutzungsgebiet.

Die aktuelle Zuspitzung rund um den Vollhöfner Wald sieht der NABU jedoch mit großer Sorge: „Wir appellieren in dieser angespannten Situation an alle Beteiligten, verhältnismäßig zu agieren. Oberste Priorität muss es sein, den Wald weder durch den Einsatz schwerer Räumgeräte noch durch Auseinandersetzungen zu beeinträchtigen oder gar in Teilen zu zerstören“, so Anne Ostwald vom NABU Hamburg.

 

 

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