Tödlicher Streit um Drogen: Bewährungsstrafe für 23-Jährigen
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Tödlicher Streit um Drogen: Bewährungsstrafe für 23-Jährigen

6. November 2026


Eckernförde/Kiel (dpa) -

Nach dem tödlichen, mutmaßlichen Drogengeschäft in Eckernförde im März hat das Kieler Landgericht einen 23-Jährigen wegen Beihilfe zum Handeltreiben mit Cannabis zu einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Einsatz des Messers durch den aus Bremen stammenden Angeklagten gegen einen 15-Jährigen aus Notwehr gerechtfertigt war. Nach Überzeugung des Gerichts fungierte der Mann bei dem mutmaßlichen Drogengeschäft lediglich als Fahrer. 

Der Jugendliche habe während des Vorfalls am Abend des 11. März die Fahrertür geöffnet und den Angeklagten mit einem Messer angegriffen, sagte der Vorsitzende Richter Philipp Wirth in seiner mündlichen Urteilsbegründung. Der Angeklagte habe Angst um sein Leben gehabt und ohne zu zielen zugestochen.

Kein Totschlag

Der Angeklagte aus Bremen musste sich wegen des folgenschweren Streits auf einem Parkplatz der Ostseestadt Eckernförde ursprünglich wegen Totschlags vor dem Landgericht verantworten. Er saß mehr als ein halbes Jahr lang in Untersuchungshaft. Nach Überzeugung des Landgerichts fungierte der Mann aber lediglich als Fahrer. Der Bewährungszeitraum beträgt vier Jahre.

Auch die Staatsanwaltschaft war im Prozessverlauf vom Vorwurf des Totschlags abgerückt. Sie hatte wegen Handeltreibens mit Cannabis eine Freiheitsstrafe von drei Jahren gefordert. Die Entscheidung des Landgerichts ist noch nicht rechtskräftig. Gegen das Urteil kann binnen einer Woche Revision eingelegt werden.

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Quelle: dpa