Stürmisches Wetter – Wo im Norden Sturmflut droht
© Daniel Bockwoldt/dpa

Stürmisches Wetter – Wo im Norden Sturmflut droht

26. Oktober 2026

In der Hamburger Hafencity ist eine Autofahrerin in einer wegen der Sturmflut überfluteten Eisenbahnunterführung im Wasser stecken geblieben und musste von der Feuerwehr gerettet werden. Die Frau habe in der Zweibrückenstraße mit ihrem Wagen auf einmal tief im Wasser gestanden und nicht mehr weggekonnt, sagte ein Feuerwehrsprecher am Montagmorgen der Deutschen der Presse-Agentur.

Ein Passant hörte in der Nähe der Elbbrücken die Hilferufe der im Auto sitzenden Frau und rief die Feuerwehr. "Als wir eintrafen, war das Auto schon nicht mehr zu sehen und die Frau saß auf dem Dach und schrie um Hilfe." Sie sei dann von den Einsatzkräften aus ihrer misslichen Situation befreit worden. Das Auto werde vermutlich erst abgeschleppt, wenn das Wasser wieder gesunken ist.

Auch Hamburger Fischmarkt unter Wasser

Abgesehen von diesem Einsatz habe die Feuerwehr nur ein weiteres Auto vor den Fluten retten müssen. Ansonsten seien die Überschwemmungsgebiete von den Autobesitzenden auch gut freigeräumt worden. In der Nacht hatte eine Sturmflut das Wasser in Elbe, Nordsee und Weser über die Ufer und Kaikanten gespült. Auch der Hamburger Fischmarkt stand unter Wasser.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie spricht von einer Sturmflut, wenn das Wasser 1,5 Meter höher als üblich steigt. Bereits in der Nacht wurde dieser Wert an praktisch allen Pegeln an der Nordseeküste überschritten. Für den Nachmittag wird wieder eine Sturmflut erwartet.

Stürmisches Wetter an der Nordseeküste

In Niedersachsen und Bremen müssen sich die Menschen in den kommenden Tagen weiter auf stürmisches und unbeständiges Wetter einstellen. An der Nordsee und im küstennahen Binnenland sind Windböen möglich, an der Küste und auf den Inseln zeitweise auch stürmische Böen. Im Tagesverlauf soll der Wind am Montag etwas nachlassen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) vorhersagte.

Am Montag ist es wechselnd bis stark bewölkt. Während es im Süden meist trocken bleibt, gibt es im Norden Schauer, die im Tagesverlauf allmählich abklingen. Später ziehen von Westen dichtere Wolken auf, die Regen bringen. Die Höchstwerte liegen zwischen 13 und 14 Grad. Der Wind weht mäßig, an der See frisch bis stark aus West bis Südwest. Dort sind stürmische Böen möglich. In der Nacht zum Dienstag zieht Regen ostwärts durch. Die Temperaturen sinken auf elf bis acht Grad.

Bis zu 18 Grad am Dienstag erwartet

Am Dienstag lockert die Bewölkung laut der Vorhersage im Tagesverlauf auf. Bis zum Abend ziehen von der Nordsee erneut dichtere Wolken und Regen auf. Auf den Inseln werden etwa 15 Grad erwartet, im übrigen Niedersachsen und in Bremen 16 bis 18 Grad. Der Wind wehe schwach bis mäßig aus Süd bis Südwest, an der See meist frisch.

Am Mittwoch zeigt sich der Himmel wolkig und überwiegend freundlich. Im Norden und an der Küste sind einzelne Schauer möglich. Zum Abend verdichten sich von der Nordsee her die Wolken, Regen zieht auf. Die Temperaturen erreichen etwa 14 Grad. In der Nacht zum Donnerstag wird es wieder verbreitet regnerisch, teils mit schauerartigen Niederschlägen.

Am Donnerstag bleibt es zunächst stark bewölkt und zeitweise regnerisch. Im Tagesverlauf lockert es von Norden her allmählich auf. Die Höchstwerte liegen bei etwa 14 Grad. 

In der Nacht zum Freitag ist es wechselnd bewölkt, vereinzelt kann noch etwas Regen fallen. Die Temperaturen sinken auf etwa elf Grad auf den Inseln und bis auf fünf Grad im Harzvorland.

Hohe Wasserstände in Weser und Elbe

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) gab am frühen Montagmorgen erneut eine Sturmflutwarnung heraus. Demnach wird das Mittag- beziehungsweise Nachmittagshochwasser an der ostfriesischen Küste ein bis 1,5 Meter höher als das mittlere Hochwasser erwartet. Im Weser- und Elbegebiet werden etwa 1,5 Meter höhere Wasserstände erwartet, an der nordfriesischen Küste sogar 1,5 bis 2 Meter.

SAT.1 REGIONAL/dpa