
Route du Rhum fordert Segler: Herrmann rückt nach vorn
4. November 2026
Saint-Malo (dpa/lno) -
Die Route du Rhum wird ihrem Ruf als eine der härtesten Prüfungen für Solo-Segler gerecht. Bei der aktuellen 13. Aufgabe sind inzwischen unter insgesamt 115 Startern in sechs Klassen schon drei große Trimarane bei stürmischen Bedingungen gekentert.
Boris Herrmann kam mit den schwierigen Umständen an den ersten Tagen seit dem Start am Sonntag in Saint-Malo bestens zurecht und arbeitete sich bei seinem ersten Solorennen mit der neuen «Malizia 4» vor. Der 45-Jährige aus Hamburg lag in der Imoca-Klasse nach der dritten Nacht auf Rang zwei und jagt nun den französischen Spitzenreiter Corentin Horeau auf «MACSF». Die schnellsten Boote der Route du Rhum werden bereits zum Wochenende vor Guadeloupe erwartet, die Imocas mit Herrmann in der Woche darauf.
Große Namen schon ausgeschieden
Einige Teilnehmer werden das Ziel nicht erreichen. Letztes und prominentestes Opfer war in der Nacht zum Donnerstag der frühere Vendée-Globe-Sieger Armel Le Cléac'h mit seinem Riesentrimaran «Maxi Banque Populaire XI».
Sein Unglück ereignete sich etwa 550 Seemeilen nordwestlich der Azoren. Der Skipper wartete nach der Kenterung am Mittwochmorgen im Inneren der kieloben schwimmenden 32 Meter langen Dreirumpf-Riesin auf Rettung. Neu ist die Erfahrung für den 49-Jährigen nicht: Er war 2018 schon einmal bei der Route du Rhum gekentert.
Auch Mathieur Perraut und der 70 Jahre alte Altmeister Francis Joyon mussten aufgeben. Ihre Mehrrumpfboote «Elvest» und «Océans» kenterten ebenfalls. Joyon wurde von einer Frachterbesatzung gerettet. Perraut wartete am frühen Donnerstagmorgen noch auf seine Rettung.
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Quelle: dpa
