Halloween-Streiche können teuer werden: Wovor die Polizei warnt
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Halloween-Streiche können teuer werden: Wovor die Polizei warnt

26. Oktober 2026

Eier an Hauswänden, Böller und täuschend echte Waffenattrappen: An Halloween ist nicht alles erlaubt, was anderen einen Schrecken einjagen soll. Die Polizei gibt Tipps für eine sichere Gruselnacht und erklärt, wo aus Spaß schnell Ernst werden kann.

Wenn am 31. Oktober wieder Hexen, Vampire und kleine Gespenster durch die Straßen ziehen, gehört für viele Familien das traditionelle „Süßes oder Saures“ dazu. Doch nicht jeder Halloween-Streich ist harmlos.

Eier werfen und Autos beschmieren: Wann Streiche strafbar werden

Was manche als Halloween-Scherz verstehen, kann teuer werden. Die Polizei warnt ausdrücklich vor Aktionen, die zu Sachbeschädigungen führen, oder Menschen verletzen könnten. Böller in Briefkästen, eingeschlagene Scheiben, verschmutzte Hausfassaden oder beschädigte Fahrzeuge können strafrechtliche Konsequenzen haben. Eltern sollten deshalb rechtzeitig mit ihren Kindern darüber sprechen, wo die Grenzen liegen.

Böller an Halloween: Polizei warnt vor Verletzungen

Feuerwerkskörper beschäftigen die Polizei nicht nur an Silvester, sondern auch an Halloween. Besonders gefährlich wird es, wenn Knallkörper auf Menschen, Fahrzeuge oder Gebäude geworfen werden.

Gerade in Hamburg warnen Polizei, Feuerwehr und Schulbehörde eindringlich vor illegalen Böllern. Hintergrund ist ein Unfall, der sich Mitte Oktober in Hamburg-Billstedt ereignete: ein 13-Jähriger verlor durch einen explodierenden Feuerwerkskörper einen Teil seiner Hand.

Die Polizei Kiel weist außerdem darauf hin, dass Privatpersonen an Halloween grundsätzlich nur Feuerwerkskörper der Kategorie F1 verwenden dürfen, etwa Knallerbsen oder bestimmte Wunderkerzen. Klassische Silvesterböller und Raketen der Kategorie F2 sind grundsätzlich nur am 31. Dezember und am 1. Januar erlaubt. Bei Verstößen drohen rechtliche Konsequenzen.

Halloween in Hamburg: Sorge vor Angriffen auf Einsatzkräfte

Vor Halloween wächst in Hamburg auch die Sorge vor möglichen Ausschreitungen. Aufrufe in sozialen Medien, die Ausschreitungen in Frankreich zum Vorbild nehmen, sorgen für Aufmerksamkeit. Für den 31. Oktober sind zudem Proteste angekündigt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Hamburg warnt davor, dass Gewalttäter die Halloween-Nacht für Angriffe auf Einsatzkräfte nutzen könnten. Bereits in vergangenen Jahren seien Polizist:innen mit Böllern und Flaschen angegriffen worden. Die Gewerkschaft verweist auf die ohnehin hohe Belastung der Hamburger Polizei.

Horror-Kostüme ja, täuschend echte Waffen nein

Blutverschmierte Kleidung und furchteinflößende Verkleidungen gehören für viele zu Halloween dazu. Bei täuschend echt aussehenden Waffenattrappen ist allerdings Vorsicht geboten.

Die Polizeidirektion Kiel warnt davor, sogenannte Anscheinswaffen in der Öffentlichkeit mitzuführen. Sie können einen Polizeieinsatz auslösen und rechtliche Konsequenzen haben. Was als Teil eines Kostüms gedacht ist, kann von anderen Menschen als echte Bedrohung wahrgenommen werden.

Auch Einschüchterungen, Bedrohungen und körperliche Auseinandersetzungen haben nichts mit harmlosem Halloween-Spaß zu tun.

Halloween-Streiche mit Folgen

Dass Halloween-Aktionen nicht immer friedlich verlaufen, zeigen auch Polizeibilanzen aus vergangenen Jahren. Darin berichtet die Polizei unter anderem von Böllern, Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und dem unbefugten Betreten fremder Gebäude oder Grundstücke. Auch das kann rechtliche Folgen haben.

Kinder an Halloween: Darauf sollten Eltern achten

Gerade jüngere Kinder ziehen bei Halloween bei Dämmerung oder Dunkelheit los, um Süßigkeiten zu sammeln. Dunkle Kostüme und Masken können dazu führen, dass sie von Autofahrer:innen oder Radfahrer:innen nur schlecht erkannt werden. Die Polizei Kiel empfiehlt deshalb reflektierende Elemente, Taschenlampen oder Leuchtstäbe. Kinder sollten Straßen nur an übersichtlichen Stellen überqueren. Jüngere Kinder sollten außerdem von Erwachsenen oder älteren Geschwistern begleitet werden, rät die Polizei. Bestenfalls sollten Eltern vorab mit ihren Kindern vereinbaren, welche Wege sie nehmen und wie sie im Notfall Hilfe holen können.

Die wichtigste Halloween-Regel: Rücksicht nehmen

Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene sollen an Halloween Spaß haben können, ohne sich oder andere in Gefahr zu bringen. Entscheidend ist, die Grenzen anderer zu respektieren.
Wer nicht mitfeiern möchte, sollte in Ruhe gelassen werden. Eierwürfe, Böller und mutwillige Beschädigungen sind keine harmlosen Streiche. Wer eine Straftat beobachtet oder sich bedroht fühlt, kann die Polizei verständigen – bei akuter Gefahr über den Notruf 110.


SAT.1 REGIONAL mit Infos der Polizeidirektion Hannover, Polizei Kiel, Polizei Hamburg, Polizeigewerkschaft Hamburg