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Der 60-jährige Reiner Haase war durchtrainiert, hatte keine Vorerkrankungen und trotzdem hat ihn das Coronavirus fast das Leben gekostet. Mitte März steckte er sich, geschwächt durch eine Mittelohrentzündung, mit Covid-19 an. Schon kurze Zeit später bekam er schlecht Luft, seine Frau rief den Rettungswagen und Reiner Haase kam zunächst ins Hamburger Amalie Sieveking Krankenhaus. Kurz darauf ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Der dreifache Vater war insgesamt 600 Stunden an der Beatmungsmaschine, sechs Wochen auf der Intensivstation.

Als er Ende April wieder aus dem künstlichen Koma geholt wurde, begann für ihn die schwerste Zeit: Er war unglaublich schwach und konnte wegen des Luftröhrenschnitts nicht sprechen. Die lange Zeit unter Betäubung brachte sein Gehirn durcheinander. Er sah rosa Hasen, konnte nicht mehr unterscheiden, was Realität ist und was Traum. Reiner und Conny Haase schauen sich in diesen Tagen oft Familienfotos an, damit der Genesene sich wieder in seinem Leben zurechtfindet. Der Projektmanager macht täglich Übungen und gewinnt stetig an Kraft. Das Ehepaar Haase ist fest davon überzeugt, dass Reiner Haase nur überlebt hat, weil er in Deutschland – und besonders, weil er im UKE – behandelt wurde. Kein Verständnis hat er für Leute, die die Gefahr durch Corona kleinreden.

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