Wirtschaftsminister Althusmann kritisiert Entlastungspaket der Ampel-Koalition

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann hat das Entlastungspaket der Berliner Ampel-Koalition kritisiert. „Dieses Paket wirkt tatsächlich wuchtig, aber bei näherer Prüfung bleibt es hinter den Ankündigungen und den damit geweckten Erwartungen weit zurück“, sagte der CDU-Politiker zu „Focus Online“. Er ist Spitzenkandidat der Union bei der Landtagswahl am 9. Oktober.

Bernd Althusmann (CDU), Wirtschaftsminister von Niedersachsen, spricht. Foto: Moritz Frankenberg/dpa

„Echte Entlastung sieht anders aus“, urteilte er. „Dieses Paket kann als Arbeitsgrundlage verstanden werden für eine echte, umfassende Entlastung, die gemeinsam mit den Ländern erarbeitet werden muss.“

Althusmann fehlt Entlastung der Mittelschicht

Konkret fehlt Althusmann eine schnelle Hilfe für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie für Firmen. „Vor allem die Entlastung der Mittelschicht, der hart arbeitenden Mitte unserer Gesellschaft, ebenso wie der kleinen und mittleren Betriebe wurden offenbar ausgespart“, bemängelte der stellvertretende Ministerpräsident am Sonntag. Noch regieren in Hannover SPD und CDU zusammen.

Regierungschef Stephan Weil: „Ganz wichtige Entscheidung“

Sein Konkurrent im Wahlkampf, Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil, hatte dagegen das dritte Entlastungspaket der Bundesregierung als großen Schritt bezeichnet. Es sei eine „ganz wichtige Entscheidung“, sagte der SPD-Politiker am Sonntag. Das Volumen von 65 Milliarden Euro zeige, dass der Staat in dieser Krise an der Seite seiner Bürger stehe, „dass er insbesondere auch denjenigen helfen will, die in dieser Situation besondere Schwierigkeiten haben, ihre Energiepreise künftig zu bezahlen.“

Mit dpa

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