Wenn es kalt und nass wird im Norden, freut man sich besonders auf ein geheiztes und behagliches Zuhause. In Hamburg haben rund 2.000 Menschen nicht die Möglichkeit, sich in den eigenen vier Wänden aufzuwärmen. Sie sind ohne Obdach und leben auf der Straße. In der kalten Jahreszeit kann das tödlich sein. Bereits am Montag berichtete das Straßenmagazin Hinz&Kunzt von der womöglich ersten Kältetoten in diesem Herbst. Die 43-jährige Obdachlose hatte bei Minustemperaturen die Nacht auf einer Parkbank verbracht. Ab Donnerstag hat nun das städtische Winternotprogramm begonnen. Bis Ende März können an verschiedenen Anlaufstellen rund 900 Menschen sicher, warm und trocken übernachten. Die Unterkünfte haben tagsüber geschlossen, sonst würden sie von einem Erfrierungsschutz, der anonym ist, zu einer Wohnunterkunft, die Daten erheben muss, so die Argumentation der Behörde. Viele der Obdachlosen würden lieber die Kälte in Kauf nehmen, als sich registrieren zu lassen.

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