Weltkriegsende vor 75 Jahren: Gedenken an die Befreiung im Norden

Am 8.Mai ist deTag der Befreiung. Symbolfoto: Pixabay/ Beispielbild

Heute vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, wurde der Zweite Weltkrieg in Europa offiziell für beendet erklärt. Der Tag gilt als Tag der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus. Vielerorts in Deutschland und Europa wird am Freitag den Millionen Opfern dieser schrecklichen Zeit gedacht.

Gerade weil in Zeiten von Corona Versammlungen schwer sind, erinnern viele Politiker, Prominente und Institutionen online an die grausame Zeit der Nazi-Herrschaft und rufen dazu auf, alles dafür zu tun, dass sich eine solche Geschichte niemals wiederholt.

In Zeiten der Pandemie, der Grenzschließungen und eingeschränkter Bügerrechte ist es umso wichtiger, an die Solidarität jedes Einzelnen zu appellieren und für ein geeintes Europa einzustehen, was sich gegenseitig unterstützt. Darauf machen auch die SPD Schleswig-Holstein oder Die Grünen Hamburg auf dem Kurznachrichtendienst Twitter aufmerksam.

Gedenkveranstaltungen in Niedersachsen und Bremen

Mit mehreren Veranstaltungen erinnern auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und das Bündnis gegen Rechts am Freitag in Niedersachsen an das Kriegsende vor 75 Jahren. Trotz Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie ist in Hannover auf dem Opernplatz um 17:30 Uhr die Kundgebung „75 Jahre Befreiung vom Nationalsozialismus! Nie wieder Faschismus!“ geplant. Zudem beteiligt sich der DGB in Braunschweig im Rahmen des Bündnisses gegen Rechts an einer Gedenkveranstaltung um 17:00 Uhr.

Der 8. Mai ist ein Grundstein für unsere Demokratie“, sagte der Vorsitzende des DGB-Bezirks Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt, Mehrdad Payandeh. Der Kampf gegen Gewalt, Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit dürfe auch in der Corona-Krise nicht ruhen, mahnte die Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion in Niedersachsen, Johanne Modder: „Die Taten, die zwischen 1933 und 1945 geschehen sind, dürfen zu keinem Zeitpunkt vergessen werden, sondern müssen Mahnung für die Gegenwart und Zukunft sein.“

Erinnerungen erhalten

Viele erinnern sich am Freitag an die Geschichten, die ihnen ihre Eltern oder Großeltern erzählten, so wie Niedersachsens Landwirtschafts- und Umweltminister Jan Philipp Albrecht.

In Hamburg gehen die „Omas gegen Rechts“ in Kleingruppen auf die Straßen, um auf den Tag der Befreiung aufmerksam zu machen. Unter den Mitgliedern der Organisation befinden sich einige Zeitzeugen.

Mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht am Abend des 8. Mai endete 1945 der Zweite Weltkrieg in Europa. „In der deutschen Geschichte stellt der 8. Mai 1945 einen tiefen Einschnitt dar“, sagte Modder. „Einerseits gilt er als Tag der Befreiung, als Sieg über den Nationalsozialismus, als Beginn des Wiederaufbaus. Anderseits ist er eine grausame Mahnung dafür, was passiert, wenn Menschenhass, Rassismus und Antisemitismus das politische und gesellschaftliche Weltbild leiten und wenn aus Worten Taten werden.“

 

mit dpa

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