Welthändehygienetag: Warum Händewaschen nach wie vor unverzichtbar ist

Jedes Jahr findet am 5. Mai der Welthändehygienetag statt. Foto: Pexels

Die Hände zu waschen ist in Zeiten von Corona wichtiger denn je geworden. Denn die Handhygiene ist entscheidend, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Der Welthändehygienetag soll an die Bedeutung des Händewaschens für die Gesundheit erinnern.

Das Datum des Tages – der 5. Mai – hat eine ganz bestimmte Bedeutung: Es steht für die fünf Finger der Hand. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Aktionstag schon im Jahr 2009 initiiert, denn gefährliche Erreger lauern fast überall. Doch seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie hat dieser Tag noch stärker an Bedeutung gewonnen – nicht nur für Mitarbeiter:innen des Gesundheitswesens, sondern für uns alle.

Händewaschen als tägliches Ritual

Rund 70 Prozent der Bevölkerung folgen „häufig“ oder „immer“ der Empfehlung, sich 20 Sekunden lang die Hände zu waschen. Dies zeigen die Ergebnisse der aktuellen Befragungswelle des COVID-19 Snapshot Monitorings (COSMO) der Universität Erfurt.

Im Rahmen der COSMO-Studie wurde erstmals auch nach Situationen gefragt, in denen das Händewaschen ein alltägliches Ritual geworden ist: 83 Prozent der Befragten waschen sich häufig bzw. immer die Hände, wenn sie von draußen nach Hause kommen, 80 Prozent nach dem Besuch öffentlicher Plätze und 84 Prozent nach der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Nach Kontakt mit Personen, die Anzeichen einer ansteckenden Krankheit haben, sind es 87 Prozent, während das Händewaschen vor dem Besuch von Personen, die wegen einer Erkrankung gesundheitlich geschwächt sind, für 84 Prozent zur gelebten Praxis gehört.

Die BZgA rät zum Händewaschen in den folgenden Situationen:

  • nach dem Nachhausekommen
  • nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen
  • vor dem Aufsetzen und nach dem Abnehmen einer Maske
  • vor der Zubereitung von Speisen und vor den Mahlzeiten
  • nach dem Besuch der Toilette
  • vor und nach dem Kontakt mit Erkrankten
  • vor dem Kontakt mit Menschen, die gesundheitlich geschwächt sind
  • nach Kontakt mit Abfällen
  • sowie nach dem Kontakt mit Tieren

Kinderleichtes Waschen

Gerade Kinder sollten beim Händewaschen gut angeleitet werden. Prof. Dr. Ralf Stücker, Ärztlicher Direktor und Verantwortlicher für die Hygiene im Altonaer Kinderkrankenhaus (AKK) Hamburg, weiß aus Erfahrung, worauf Kinder noch achten sollten und gibt Tipps.

Vor allem für Kinder ist Hygiene im Alltag wichtig. Foto:Pexels

Sehr häufig werden Krankheitserreger durch Hände übertragen. Darum ist die Hände-Hygiene auch im Kindesalter wichtig. Wer seinen Kindern das effektive Händewaschen beibringen möchte, sollte ein paar Regeln beachten:

  1. Anfeuchten: Die Hände werden unter fließendes Wasser gehalten. Seine angenehme Temperatur kann jeder individuell wählen.
  2. Gründlich einseifen: Handinnenflächen, Handrücken, Daumen, Fingerzwischenräume und vor allem Fingerspitzen mit Fingernägeln sollten rundum eingeseift werden.
  3. Zeit nehmen: Gründliches Händewaschen dauert mindestens 20 Sekunden, bei stark verschmutzten Händen auch länger. Ein guter Zeitmesser für Kinder ist das zweimalige Singen von „Happy birthday“
  4. Abspülen: Die Hände sollten unter fließendem Wasser gründlich abgespült werden.
  5. Abtrocknen: Anschließend die Hände mit einem sauberen Tuch abtrocknen– auch die Fingerzwischenräume. Durch das Abtrocknen werden Keime entfernt, die noch an den Händen oder im restlichen Wasser an den Händen haften.

Anti-Viren Glitzer-Experiment

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um die Kleinen an das Händewaschen heranzuführen. Das „Anti-Viren-Glitzer-Experiment“ ist eine von vielen Ideen, die sich während der Pandemie entwickelt haben. Immer mehr Eltern und User:innen haben sich im Netz an kreativen Lösungen ausprobiert, um die Viren für Kinder anschaulich zu machen. Hier lernen die Kinder spielerisch, wie sie die „Glitzer-Viren“ durch intensives Waschen wieder von ihren Händen lösen können.

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Marit Langschwager

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