Weltfrauentag am 8. März: Streik- und Demoaufrufe in Hamburg

Auch auf dem Hamburger Rathausmarkt soll am Weltfrauentag demonstriert werden. Foto: 17:30 SAT.1 REGIONAL/Archiv

Verschiedene Organisationen und Bündnisse haben zum Weltfrauentag am Freitag in Hamburg zu Streiks und Demonstrationen für mehr Gleichberechtigung aufgerufen. Nach Angaben der Polizei sind am Nachmittag mehrere Kundgebungen in der Innenstadt geplant. Unter dem Motto „Ohne uns steht die Welt still“ hat ein „Hamburger Bündnis zum internationalen 8. März Streik“ alle „Frauen, Lesben, nicht-binäre, trans und inter Personen“ aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Ein Demonstrationszug des Bündnisses will vom Rathausmarkt über den Hauptbahnhof durch die Innenstadt zum Jungfernstieg ziehen. Auch der Landesfrauenrat und pro:fem, ein Verbund der Hamburger Frauen- und Mädcheneinrichtungen, wollen auf dem Rathausmarkt demonstrieren.

Mit dem Hinweis, dass rund 80 Prozent des Pflegepersonals aus Frauen besteht, hat das „Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus“ zu einer Demonstration vor dem Krankenhaus St. Georg aufgerufen. Mit einem Migrantinnenmarsch will das Bündnis „International Women in Power“ gegen die Unterdrückung von Frauen und Mädchen sowie Zwangsverheiratungen und -verschleierungen protestieren. In einer gemeinsamen Versammlung wollen auch Auszubildende und Praktikanten der Hamburgischen Staatsoper, des Thalia Theaters und des Deutschen Schauspielhauses am Weltfrauentag über Geschlechtergerechtigkeit, Respekt am Arbeitsplatz, sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch diskutieren.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) verwies am Mittwoch darauf, dass in Hamburg in Vollzeit arbeitende Frauen im Schnitt 17 Prozent weniger verdienen als Männer. „Dabei sind es immer noch vor allem Frauen, die sich nach einem langen Arbeitstag um Familie und Haushalt kümmern – und das unbezahlt“, sagte Landesgeschäftsführerin Silke Kettner und sprach von einer „Diskriminierung per Lohnzettel“.

dpa

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