Wegen Hinweis auf Maskenpflicht: Frau in Zug mit Bier übergossen und attackiert

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Weil sie einen Mitreisenden in einem Zug der NordwestBahn auf die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hinwies, wurde eine 26-jährige Frau am Sonntagabend von einem bislang unbekannten Mann angefeindet und schließlich attackiert und mit Bier übergossen.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Bundespolizei ereignete sich der Vorfall gegen 22:15 Uhr auf der Bahnstrecke Oldenburg – Osnabrück, zwischen den Bahnhöfen Cloppenburg und Quakenbrück.

Statt sich eine Maske aufzusetzen, reagierte der Mann verbal aggressiv gegenüber der Frau und ignorierte auch die weiteren Aufforderungen der 26-Jährigen.

Als die Frau schließlich ihrer Aufforderung Nachdruck verleihen wollte, indem sie vortäuschte mit ihrem Handy ein Foto des Mannes zu machen, versuchte der Unbekannte ihr das Telefon aus der Hand zu schlagen, drückte sie gegen die Fensterscheibe des Zuges und übergoss sie mit Bier.

Erst mit Hilfe anderer Mitreisender ließ der Mann von der 26-Jährigen ab und verließ im Bahnhof Quakenbrück den Zug. Die 26-Jährige fuhr noch bis zu ihrem Zielbahnhof nach Osnabrück weiter und erstattete dort Anzeige.

Täterbeschreibung

Der männliche Tatverdächtige wird wie folgt beschrieben: zwischen 27-33 Jahre alt, ca. 175-180 cm groß, schlanke Figur, kurze rötliche Haare und einen ebenfalls rötlichen Dreitagebart. Der Mann sprach hochdeutsch und war bekleidet mit einer etwas längeren beige-olivfarbenen Jacke und Bluejeans. Er hatte schwarze Over-Ear-Kopfhörer und einen nicht weiter beschriebenen Rucksack dabei. Er benutzte den Zug offenbar vom Hauptbahnhof Oldenburg bis nach Quakenbrück.

Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und die Auswertung der Videoaufzeichnung aus dem Zug veranlasst.

Zur Aufklärung der Straftat bittet die Bundespolizei um Hinweise von Zeugen, die die Situation in dem Zug beobachtet haben. Insbesondere die Mitreisenden, die der Frau zur Hilfe gekommen sind, werden gebeten sich mit der Dienststelle in Osnabrück unter der Telefonnummer 0541-331280 in Verbindung zu setzen.

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