Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr am Dienstag

Symbolbild. Foto: dpa/Daniel Bockwoldt/Archiv

Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten des öffentlichen Nahverkehrs in Norddeutschland am Dienstag (29.9.) zu Warnstreiks auf. 

Wegen des Tarifkonfliktes im öffentlichen Dienst werden am Dienstag voraussichtlich bis zum Mittag in Hamburg keine U-Bahnen fahren. Davon seien alle vier U-Bahnlinien in der Hansestadt betroffen, teilte die Hamburger Hochbahn AG am Montag mit. „Auch im Busbetrieb in Hamburg und im Umland – hier insbesondere in den Kreisen Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg – dürfte es zu erheblichen Einschränkungen kommen“, hieß es weiter.

Das Unternehmen fordert seine Kunden deshalb auf, am Dienstagmorgen auf nicht erforderliche Fahrten zu verzichten und auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Regional- und S-Bahnen sind von den Warnstreiks am Dienstagvormittag den Angaben zufolge nicht betroffen. Die Warnstreiks im Nahverkehr sollen der Gewerkschaft Verdi zufolge mit Betriebsbeginn starten und bis mittags dauern. Zudem ist eine Kundgebung am Betriebshof Alsterdorf geplant.

Im Landesbezirk Niedersachsen/Bremen werden die 6.000 Beschäftigten in Hannover, Bremen, Braunschweig, Wolfsburg, Göttingen, Goslar und Osnabrück von Dienstbeginn bis Dienstschluss zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.
Die Verkehrsbetriebe ÜSTRA Hannover bittet ihre Fahrgäste, an diesem Tag auf andere Verkehrsmittel auszuweichen und auf nicht unbedingt notwendige Fahrten zu verzichten. Die S-Bahnen und die Busse der regiobus in Hannover sind von dem Streik nicht betroffen und fahren wie gewohnt.

Es gehe laut Verdi um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um Entlastung und Wertschätzung „für einen harten anspruchsvollen Job, zumeist in wechselnden Schichten und an Wochenenden“, so Verdi. Die Gewerkschaft fordert unter anderem ein 13. Monatsgehalt, eine Erhöhung der Zulagen für belastende Dienste und Schichten und 30 Urlaubstage für alle als Standard. Bundesweit sind 130 Verkehrsbetriebe mit ca. 87.000 Beschäftigten betroffen.

Mit dpa

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