Warnstreik bei der Lufthansa: Bisher 18 Flugabsagen in Hamburg

Der Verdi-Warnstreik des Lufthansa-Bodenpersonals hat in Hamburg bisher zu 18 Flugabsagen für Mittwoch geführt. Betroffen sind elf Flüge nach Frankfurt sowie sieben Flüge nach München, wie aus der Online-Abflugübersicht des Flughafens hervorgeht. Demnach wurde die gleiche Anzahl an Flügen von Frankfurt und München nach Hamburg gestrichen. Weitere sollen folgen.

Die Lufthansa hat angekündigt, dass wegen des Warnstreiks am Mittwoch nahezu das gesamte Programm an ihren deutschen Drehkreuzen Frankfurt und München gestrichen werde. Insgesamt sollen mehr als 1.000 Flüge ausfallen mit 134.000 betroffenen Passagieren.

Die Gewerkschaft Verdi hat die rund 20.000 Bodenbeschäftigten zu flächendeckenden Arbeitsniederlegungen aufgerufen, um Druck in den laufenden Gehaltsverhandlungen aufzubauen. Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann kritisierte das Vorgehen: „Die frühe Eskalation nach nur zwei Verhandlungstagen in einer bislang konstruktiv verlaufenden Tarifrunde richtet enorme Schäden an. Das betrifft vor allem unsere Fluggäste in der Hauptreisezeit. Und es belastet unsere Mitarbeitenden in einer ohnehin schwierigen Phase des Luftverkehrs zusätzlich stark.“

Passagiere ohne Umbuchungen sollen nicht an Flughäfen kommen

Betroffen sind neben den Drehkreuzen Frankfurt und München auch Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Bremen, Hannover, Stuttgart und Köln. Der Lufthansa-Konzern unterhält dort meist kleinere Einheiten, die ihre Dienstleistungen auch anderen Airlines anbieten. Passagiere ohne Umbuchungen sollten nicht zu den Flughäfen kommen, weil dort „nur wenige oder gar keine“ Serviceschalter geöffnet sein werden, warnte das Unternehmen. Lufthansa warnte zudem Umsteiger:innen davor, ohne Anschlussflug an die deutschen Drehkreuze zu fliegen. Es bestehe die Gefahr, dass die Gäste dort für mehrere Stunden oder Tage nicht weiterreisen könnten.

Der ganztägige Ausstand soll am Mittwochmorgen um 3.45 Uhr beginnen, wie Verdi bekanntgegeben hat. Aufgerufen sind ganz unterschiedliche Beschäftigtengruppen wie das Schalterpersonal, Flugzeugtechniker:innen oder die Fahrer:innen der riesigen Schlepper, die Flugzeuge am Flughafen auf die richtigen Positionen schieben. Ohne diese Dienstleistungen können die Jets ebenso wenig abheben wie ohne Piloten oder Kabinenpersonal.

mit dpa

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