„Stahlglutrote Nacht": Arbeiter in Salzgitter kämpfen für Zukunft der Stahlproduktion

Thema am 09.11.2016
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Die deutschen Stahlkonzerne gehörten im vergangenen Jahrhundert zu den Vorzeige-Unternehmen: Sie waren krisensicher und exportstark. Doch Dumpingpreise durch Billigstahl aus China und Umweltauflagen machen ihnen das Leben trotz hoher Strafzölle schwer. In ganz Europa sind tausende industrielle Arbeitsplätze gefährdet. Deswegen gab es am Mittwoch in Brüssel einen Stahlaktionstag. Die Beschäftigten fordern vom Europäischen Parlament Bedingungen für einen fairen Wettbewerb und holen sich viele einflussreiche Menschen wie zum Beispiel den Oberbürgermeister aus Salzgitter, Frank Klingebiel, zur Unterstützung. Gemeinsam mit 15.000 Stahlarbeitern aus ganz Europa kämpfen sie um die Zukunft der Stahlproduktion in Salzgitter. In Niedersachsen wurde der Protest mit der „Stahlglutroten Nacht“ eingeleitet. Damit beteiligt sich die Salzgitter AG an der europaweiten „Nacht der 1000 Lichter“. Es geht darum, ein Zeichen zu setzen – für eine Branche, die droht, wegzuschmelzen.

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