Milchbauerntag in Osterrönfeld: Bund soll sich bei EU für Agrarmittel starkmachen

Thema am 01.02.2017
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Die Krise auf dem Milchmarkt hat die Menschen in Norddeutschland in den vergangenen Wochen sehr beschäftigt. Zum Teil waren die Preise für den Liter Milch unter 20 Cent gefallen. Die Verluste mussten die Bauern immer wieder finanziell überbrücken – irgendwie. Etwa zehn Prozent der Betriebe in Schleswig-Holstein mussten sogar schließlich aufgegeben. Wie kann man solche Krisen zukünftig besser abfedern? Auch darum ging es am Mittwoch beim Milchbauerntag in Osterrönfeld im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) versuchte, Überzeugungsarbeit zu leisten. Zukunftsperspektiven habe nur, wer nachhaltig produziere und sich neue Marktsegmente erschließe. Doch er ist sich auch bewusst, dass das Geld kostet. Die Nachfrage nach Nachhaltigkeitsprogrammen ist groß. So groß, dass die Landesmittel bis 2018 aufgebraucht sein werden. Sowohl Bauern als auch Minister fordern nun vom Bund, das der sich bei der EU für mehr Agrarmittel stark macht. Nur so könne der Strukturwandel in der Landwirtschaft auch bezahlt werden.

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