Lübecker Brandanschlag: Heinrich Wille veröffentlicht Buch über den Fall Hafenstraße

Thema am 03.05.2017
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Der Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in der Lübecker Hafenstraße ist eines der größten Verbrechen Schleswig-Holsteins der Nachkriegszeit. 21 Jahre ist es nun her. Im Januar 1996 wurden 38 Menschen verletzt und zehn Menschen starben in den Flammen. Bis heute steht der Täter nicht zweifelsfrei fest. Einzig, dass es sich um Brandstiftung handelt, ist erwiesen. Vor Gericht wurde in aufwendigen Verfahren der damals hauptverdächtige Hausbewohner freigesprochen. Jetzt hat der ehemalige und inzwischen pensionierte Leiter der Lübecker Staatsanwaltschaft den Fall neu aufgerollt und ein Buch darüber geschrieben. In „Der Lübecker 'Brandanschlag'“ rekonstruiert Heinrich Wille auf 150 Seiten den Mordfall – jedoch bei der Tätersuche muss auch der einstige Lübecker Chefermittler passen.

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