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Versuchter Mord an einem ehemaligen Vorgesetzten. So lautet der Vorwurf der Anlage gegen Heinz-Dieter T. Der heute 64-Jährige hatte in der Haustechnik der Bremer Uni gearbeitet. Im Juli vergangenen Jahres soll es dort in einem Lüftungsraum zu dem heimtückischen Angriff auf das Opfer Werner L. gekommen sein.

Dem verletzten Opfer gelang es damals, zu fliehen und die Polizei zu alarmieren. Heinz-Dieter T. verschanzte sich auf dem Dach des Gebäudes, sprühte dort das Wort Mobbing an die Fassade. Danach, so ließ sein Anwalt mitteilen, wollte er sich vom Dach stürzen. Bevor es dazu kam, wurde Heinz-Dieter T. von der Polizei überwältigt. Sein Verteidiger beschrieb den 64-Jährigen beim Prozessauftakt am Montag als einsamen Menschen, der, vom früheren Chef gemobbt, vergeblich versuchte, Hilfe für seine psychischen Probleme zu bekommen.

Heinz-Dieter T. beteuert, er wollte den früheren Kollegen lediglich zur Rede stellen und hatte nicht die Absicht, ihn zu töten. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 64-Jährige zum Tatzeitpunkt nur vermindert schuldfähig war. Ob er überhaupt bestraft werden kann, soll nun auch eine psychiatrische Gutachterin klären.

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