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Im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal von Lügde hat am Donnerstag ein weiterer Prozess begonnen – diesmal vor dem Landgericht Göttingen, gegen einen Mann aus dem Kreis Northeim. Auch dieser 49-Jährige soll sich mehrfach an Kindern vergangen haben. Die Anklage wirft ihm schweren sexuellen Missbrauch von Kindern sowie den Besitz von Kinderpornografie vor. Das Verfahren findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Bei den mutmaßlichen Opfern handle es sich um fünf Mädchen zwischen sechs und 13 Jahren. Die angeklagten Taten sollen allerdings nicht auf dem Campingplatz in Lügde geschehen sein. Der Angeklagte soll zudem ein Bekannter des bereits verurteilten Haupttäters sein, der kommende Woche als Zeuge geladen ist.

Bei einer Hausdurchsuchung im März dieses Jahres hatten die Fahnder 43 Datenträger sichergestellt. Auf zwei Mobiltelefonen sei belastendes Material gegen den Angeklagten gefunden worden.

Auf dem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde soll es innerhalb von zehn Jahren zu hundertfachem Kindesmissbrauch sowie der Produktion und Verbreitung von Kinderpornografie gekommen sein. Die beiden Haupttäter sind im Herbst 2019 zu 14 und zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Auch im aktuellen Verfahren handele es sich um schwerwiegende Fälle. Am Landgericht Göttingen sind zunächst zehn Verhandlungstage angesetzt.

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